Samstag, 4. Juli 2015

Time to say goodbye.

Manchmal müssen alte Zelte abgerissen werden. Wer mir auf twitter, instagram oder pinterest folgt, mag vielleicht festgestellt haben, dass mein Name von rosaluftballon zu drehenundwenden geworden ist. Das ist kein Zufall, sondern der erste Schritt in eine neue Richtung. Ich habe mich verändert, entwickelt und will mehr. Mehr und anders. Das alles hat mir dieser Blog nicht mehr gegeben. Die Umgebung stimmte nicht und somit hatte ich nicht mehr das Gefühl hier schreiben zu wollen. Daher wird dies mein letzter Post auf rosaluftballon sein.
Immer wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tür in diesem Fall hat sogar einen Namen: drehenundwenden heißt mein neues Zuhause für virtuelle Gedanken. Es wird sich einiges ändern, doch manches bleibt gleich. Ich zum Beispiel. Ich hoffe, dass ihr den kleinen Blogumzug mitmacht und werde schon bald viel Neues schreiben. Nur nicht mehr hier.
Auf Wiedersehen, mein lieber Blog.

Montag, 11. Mai 2015

Der beste Film aller Zeiten

Ich schaue gerne Filme. Oftmals sehe ich sie und vergesse sie anschließend wieder, gelegentlich verdränge ich sie auch ganz bewusst (schaut euch niemals "Serena" an, ernsthaft!). Ganz selten begegnet mir ein Film, der mein Leben verändert, ja verbessert. Ein Film, der mich so beeindruckt, dass ich alle Bekannten damit nerve, wie einmalig gut und unbedingt sehenswert dieser Film ist. Genau das ist mir jetzt passiert. "Wish I was here" heißt der Streifen von und mit Zach Braff.

Worum geht's? Ein Film der Komödie und Tragödie zugleich ist sowie voller kluger, witziger und tiefsinniger Lebensweisheiten trotz. Der erfolglose Schauspieler und Familienvater Adian erfährt, dass sein Vater sterben wird und die Schule seiner Kinder nicht mehr bezahlt werden kann. So muss er sich mit der Vergänglichkeit und seinen Träumen auseinandersetzen. Zudem ist er plötzlich für die Bildung seiner Kinder verantwortlich.

"Irgendwann ist die Tragödie traurig genug geworden, dann wird sie wieder zur Komödie."

Was berührt? Jeder Mensch kommt in seinem Leben an einen Punkt an dem Nichts mehr geht. Denke ich zumindest. Dieser Film greift genau diese Situation auf und zeigt Wege aus dem Tief. Gespickt mit feinsinnigen Humor und herausragender schauspielerischer Qualität (Zach Braff!!!) heilt der Film Wunden, von denen man vielleicht noch gar nicht wusste, dass sie existieren.

Das kleine Extra? "Wish I was here" wird von bezaubernsten Sound aller Zeiten begleitet. Ich lernte neue Bands kennen und lieben. Selten spiegelt die Musik die Emotionen eines Filmes so punktgenau wieder. Großes Lob!

Wer immer noch nicht überzeugt ist - wie könnt ihr nur? - schaue sich doch bitte den Trailer an und anschließend bitte den Film.


Und für alle, die wissen wollen wie es auf dem Blog weitergeht, ein kurzes Update: Ich bastel gerade fleißig an einem neuen Blog. Näheres teile ich euch rechtzeitig mit.

Donnerstag, 9. April 2015

Neuanfang oder nur ein neuer Schub?

Es ist so ruhig geworden auf meinem kleinen Blog und ich ärgere mich sehr darüber. Denn die Ruhe rührt nicht - wie das meistens so ist - von einem Meer aus Ideenlosigkeit, sondern aus einer großen Ungewissheit heraus. Als ob mein Leben derzeit nicht schon genug Unbekanntes erlebt (ich bin nun offiziell keine Studentin mehr und damit fehlt mir auch das Bahnticket, gleichzeitig habe ich allerdings auch noch keinen Job), habe ich entschieden, dass es Zeit für Veränderungen auf dem Blog wird.
Frühjahrsputz oder Neubeginn?
Allerdings fehlt die Inspiration, oder vielleicht habe ich einfach zu viel davon. Soll dieser Blog weiter bestehen, allerdings unter neuem Design und Aufbau? Oder lieber die Schotten dicht machen und neu anfangen. Ich weiß es einfach nicht.
Es ist an der Zeit mich zu entscheiden. Einen Schritt nach vorn zu machen. Ob er dann richtig oder falsch ist, kann ich vorher nicht wissen. Aber Stillstand bringt niemanden was. Daher wird sich etwas ändern. Bald.

Montag, 2. März 2015

Der Engelsbaum

oder "Lies ein Buch, das von einer Autorin geschrieben wurde."
Ich habe mir nur zwei Dinge für das neue Jahr vorgenommen. Zum einen jeden Monat mindestens eine neue Erfahrung zu sammeln. Zum anderen endlich wieder regelmäßig lesen. Zwei Bücher im Monat sollten es schon sein. Beides klappt ganz hervorragend.
Letzten Monat habe ich ständig Neues erlebt, was vor allem am Urlaub lag, denn da warten neue Erfahrungen an jeder Ecke. Aber auch mit dem Lesen geht es gut voran. Vier Bücher und - wie ich zu meiner Schande gestehen muss - davon nur eines von einer Frau. Warum ist das wichtig?
Die liebe rundengeherin hat mich nach der Lektüre der flow auf ein Projekt von die lesende Minderheit aufmerksam gemacht. Aller zwei bis drei Monate wird ein Thema vorgeschlagen, zu dem dann ein Buch gelesen wird. Das kann von Tieren im Titel über Klassiker hin zur Farbe des Umschlags alles sein. Ich finde diese Idee nicht nur grandios, weil man am Ende des Monats auch sehen kann, was andere dazu gelesen haben und sich neue Buchtipps sammeln kann, sondern auch, weil es dazu ermutigt über den Tellerrand der eigenen Vorlieben zu schauen und Unbekanntes zu entdecken.
Mein Einstiegsthema Autorin ist nun nicht besonders ausgefallen, das gebe ich zu. Allerdings habe ich recht schnell festgestellt, dass sich in meinem Bücherregal primär männliche Autoren häufen. Sowohl die Literatur im Studium, als auch meine Freizeitlektüre wird primär von Männern verfasst. Zeit also, mal wieder zu einer Autorin zu greifen.
Autorinnen im Bücherregal - hoffnungslos unterrepräsentiert.

Meine Wahl fiel auf Lucinda Riley, von der ich bereits berichtete. Ich mag die Autorin total gern, denn ich bin ein Fan von Familienromanen. Ihr neuestes Buch "Der Engelsbaum" ist eigentlich nicht neu, sondern schon gut 20 Jahre alt. Bei der Erstveröffentlichung schrieb Riley allerdings noch unter anderem Namen und war nicht annähernd so bekannt wie heute. Da wir in unserer Gesellschaft nichts verschwenden wollen, dachten sich Autorin und Verleger wohl, dass es mit frischer Übersetzung und neuem Design noch einmal gut zu verkaufen ist.
Worum geht's? Die Protagonistin Greta leidet seit ihrem Unfall vor über zehn Jahren an einen Gedächtnisverlust und kann sich nicht an die Zeit davor erinnern. Ihr Neffe David kümmert sich rührend und aufopfernd um sie. Nachdem sie nach langer Zeit endlich ihre Wohnung verlässt und auf das Anwesen zurückkehrt, wo alles begann, kommen ihre Erinnerungen zaghaft zurück.
Spannend oder lahm? Grob ist der Roman in drei Teile unterteilt, die jeweils die entsprechende Generation im Fokus hat, also von Mutter (Greta) über Tochter (Cheska) zu Enkelin (Ava). Ich kann nicht behaupten, dass mich viele unerwartete Wendungen völlig vom Hocker gehauen haben. Dafür gab es VIEL ZU VIELE Vorausdeutungen. Dennoch fesseln - zumindest mich - Geschichten über den Verfall, die Tragik des Zufalls und der Missverständnisse. Außerdem taucht dann doch hin und wieder die Liebe auf. Und wenn auch die eigentliche Geschichte vielleicht nicht endlos spannend ist, so ist es doch immerhin eine detektivische Aufgabe, die Familienzusammenhänge zu begreifen - zumindest anfänglich.
Lesen oder ignorieren? Lucinda Riley macht mir das Leben wirklich schwer. Sie hat dem "Das Orchideenhaus" mein Herz erobert, hat es mit "Der Lavendelgarten" dezent versaut, mit "Die Mitternachtsrose" wieder zum erglühen gebracht und nun das. Der Roman ist nicht schlecht, aber mit Abstand nicht so gut, wie das was Riley eigentlich drauf hat. Vielleicht war es also nicht die beste Idee den alten Schmöcker wieder aufzulegen. Andererseits war es letztendlich eine schöne und bewegende Geschichte. Daher würde ich sagen: Lest es, aber stellt keine zu hohen Ansprüche und ignoriert die Millionen Vorausdeutungen. Dann ist's ein richtig schöner Roman für einen kuscheligen Sonntag. Falls ihr aber noch nie etwas von der Autorin gelesen habt, greift bitte auf die Mitternachtsrose zurück.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Stralsund oder Winterwunderland

Auf dem Weg zu unserer zweiten Übernachtungsmöglichkeit, machten wir einen Zwischenstopp im wunderschönen, verschneiten Stralsund. Alles schien verschlafen, wie in einem Traum bedeckte die weiße Pracht Häuser und Straßen. Wir ließen uns treiben in dieser Stadt, die sofort unser beider Herzen vereinnahmte.
Wenn ich mit einem Bild die Stadt darstellen müsste, dann wäre es dieses.
Viele Kirchen zeichnen das Stadtbild aus.
Das Rathaus ist ein Schmuckstück für sich.






Etwas abseits der eigentlichen Innenstadt, aber nicht weit zu laufen, da Stralsund alles andere als riesig ist, befindet sich eine Spielkartenfabrik, die eigene Spiele herstellt, sie selbst druckt und zusätzlich die faszinierenden Maschinen präsentiert und erklärt. Die Mitarbeiter sind freundlich, die Stimmung sehr locker und angenehm. Als Spielefans kamen wir nicht drumrum uns diesen Ort anzusehen und ihn selbstverständlich nicht ohne Spiel wieder zu verlassen.
Der Hinterhof der Druckerei, die andere Seite von Stralsund.
Wasser überall. Ob es nun die Ostsee selbst ist, oder Ableger, die durch die Stadt fließen.
Highlight war natürlich, da brauchen wir uns nichts vormachen, die Ostsee. Das erste Mal, dass ich dieses Meer von Deutschland sah. Meer ist einfach immer schön - vor allem gepaart mit Schnee. Dann ist's nämlich schön und selten.
Ausrasten, weil Schnee.
Was wir von Stralsund gesehen haben, war zugegebenermaßen nur ein Bruchteil dessen, was dort zu erleben ist. In der Stadtmitte gibt es eine eintrittsfreie Welterbe-Ausstellung. Denn die Stadt gehört, im Verbund mit Wismar, zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Ausstellung ist total schön gemacht, sehr interaktiv und auf jeden Fall einen Besuch wert. Außerdem gibt es neben dem Ozeaneum, für das man mindestens drei Stunden Besuchszeit einplanen sollte, die wir nicht hatten, auch noch die Störtebeker Braumanufaktur. Ich bin zwar kein Bier- oder sonstiger Alkoholfan, aber so eine Brauhausbesichtigung mit Essen finde ich in der Tat sehr fancy. Aber auch dafür sollte man etwas mehr Zeit einplanen. Nun ja, lange Rede kurzer Sinn: Stralsund ist auf jeden Fall einen zweiten, längeren, Besuch wert.
Vogel-Fotografie, die II., aber keine Sorge, nicht die Letzte!


Sonntag, 22. Februar 2015

Die Stadt mit dem Schloss

Na, kann jemand aus dem Titel erkennen um welche Stadt es sich handelt? Anyone? Kleiner Tipp, nimm der Stadt das Schloss und den Park und übrig bleibt nichts. Naja, bis auf die Tatsache, dass es sich nach wie vor um die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands handelt. Richtig, ich rede von Schwerin.
Bei der ersten Fahrt durch die Stadt, die damals noch nicht unser Ziel war, dachten wir, dass es sich um eine mittelklassige Ostblockstadt handelt. Aus den Kenntnissen über die eigene Stadt wurde allerdings schnell bewusst, dass der Eindruck der umliegenden Viertel nicht unbedingt die Seele der Stadt wiederspiegeln muss. Also eine zweite Chance: Und siehe da, im Zentrum Schwerins steht und wartet imposant das atemberaubende Schloss.























Mit etwas Phantasie und den Gedanken an Sommer und Sonnenschein, strahlenden grünen Wiesen und bunt wuchernden Blütenprachten ist das Schloss und sein ewig langer Vorpark ein Traum. Wenn man sich auch noch bemüht und vielleicht nicht ausgerechnet montags nach Schwerin fährt (so wie wir), kann das Schloss auch von innen besichtigt werden. Das macht sicherlich noch einmal einiges her. Allerdings waren wir nun leider an einen schnee-regnerischen Wintertag, der auch noch ein Montag war, in Schwerin und so musste die Stadt uns zeigen, was sie außerdem auf dem Kasten hat. Nun, da wären eine kleine aber feine Innenstadt, die wirklich sehr klein ist, ein toller Suppenladen, der mich aus den Socken gehauen hat (Süßkartoffel-Kürbis-Ananas-Suppe!), einige kleine Röstereien und drei große Einkaufszentren. Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und behaupte einfach dreist, das letztere das restliche Stadtbild zerstören. Denn die Stadt, die eigentlich über schöne Altbauten und kleine Gassen verfügt, kann kaum mit zauberhaften Kleinhandel begeistern. Stattdessen ist das Leben auf die drei großen Einkaufspassagen reduziert. Schade drum. Im Sommer gibt es noch Festspiele und ich denke, dass die Stadt zu dieser Jahreszeit viel mehr Sympathie-Punkte sammeln kann. Doch im Grunde genommen ist die Stadt genau eines: das Schloss.

Das schöne an Schwerin? Die kleinen Details, die es zu entdecken gibt.

Bilderrahmen in Übergröße zum fotografieren <3

Im Urlaub entwickelt: eine leichte Vogel-Fotografie-Obsession

Die vielen Wege und Ecken des Schlosses
Meine Liebe zu verfallenen Prachtbauten konnte aufleben.
Last but not least: das zugegebenermaßen traumhafte Schloss.
Nachdem Schwerin aus allen Blickwinkeln betrachtet wurde (wir haben das Schloss erfolgreich umrundet), ist ein Blick über den Tellerrand, also in diesem Fall in die Umgebung Schwerins zu raten. Auch wenn die Straßen bestenfalls als schlechter Witz zu interpretieren sind und ich mich dem Ende der Welt noch nie näher gefühlt habe, idyllisch ist es ja schon, dieses Meck-Pom und auch in Winter eine Reise wert.


























Montag, 16. Februar 2015

Wie Hass in Liebe umschlagen kann ...

... oder: Februar. Ich gestehe offen und ehrlich: Ich habe einen Hassmonat. Genau genommen sind es zwei, der November und der Februar. Da es im November aber reichlich Baumkuchen gibt und die Städte meist in vorweihnachtlicher Euphorie ausgeleuchtet sind, während der Februar einfach nur kalt und grau und grau und kalt ist, steht letzterer eben doch auf Platz eins der unliebsamsten Monate. Denn während die meisten Monate einen Sinn oder Zweck erfüllen, ist der Februar nur da, um Menschen in die Depression zu treiben (zumindest gefühlt).
Doch nichts hält ewig und vor allem nicht mein Hass. Dieses Jahr haben der Mann und ich den ersten Urlaub nach der Hochzeit angestrebt und uns gleich zwei Wochen Auszeit im grausten aller Monate genommen. Statt dem in Richtung Sonne und Strand zu entfliehen, entschieden wir uns für die Konfrontation. Ja, lieber Februar, zeig doch mal dein Gesicht.

Ein Deutschland-Urlaub im Winter ist eine recht ungewöhnliche Wahl. Die meisten setzten Urlaub mit dem Ausland gleich. Was traurig aber wahr ist: Alle wollen die Welt erkunden, für das eigene Land hat keiner was übrig. Ich meine damit nicht, dass ich den Natur- und Kulturwundern der Welt gegenüber verschlossen bin, ganz im Gegenteil. Aber wer weiß, wie es im fernen China aussieht, aber noch nie davon gehört hat, dass es sich bei der Ostsee um ein Brackwasser handelt, kann doch unmöglich glauben, dass er die Welt gesehen und verstanden hat.

Daher haben der Mann und ich uns schon vor einiger Zeit überlegt, dass wir auf jeden Fall allen deutschen Bundesländern mindestens einen Besuch abstatten wollen. Für diesen Urlaub entschieden wir uns für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Ostsee im Winter, da hat man wenigstens mehr Platz. Ich sah verschiedene Städte, stürzte mich kurz in die leicht zugefrorene Ostsee (um umso schneller wieder herauszustürzen) und fuhr auf den unwirklichsten Wegen. Selbstverständlich werde ich euch nach und nach von der Reise berichten. Nur soviel vorweg:
Es hat sich gelohnt, Deutschland ist wunderschön. Und der Februar kann auch anders.


Donnerstag, 29. Januar 2015

Genießen, ausreizen und erkunden

Seit nunmehr 14 Tagen bin ich frei. Keine Masterarbeit mehr, noch keinen Job, einfach frei. Theoretisch. Praktisch stehe ich vor einer ellenlangen Liste mit Aufgaben, die ich in den letzten Monaten vernachlässigt habe. Unter anderem findet sich auf dieser Liste auch mein Blog wieder. Er schaut mich vorwurfsvoll an, fragt mich, warum ich denn noch nicht an einem neuen Design arbeite und nicht vermehrt Artikel schreibe. Dabei habe ich es mir doch so fest vorgenommen.

Der erste Schritt in meinem neuen Jahr waren Vorsätze, aber keine unrealistischen. Eigentlich sind es nur zwei, die da wären: Mehr und regelmäßiger lesen. Denn obwohl ich eine Vielleserin bin und gelegentlich auch mehrere Bücher in einer Woche schaffe (je nach dicke), gibt es Zeiten in denen ich einfach schludrig bin. Damit das aufhört und die geliebte Literatur ein festen Platz im Leben einnehmen kann, ist das Ziel ca. zwei Bücher im Monat zu lesen. Da ist gewiss Luft nach oben, aber zwei ist eine überschaubare Menge und das finde ich gut. Generell ist das nervige an Vorsätzen ja, dass sie oftmals nahezu utopisch anmuten: "Ich esse nie wieder Kohlenhydrate und mache jeden Tag Sport." Ja ne, ist klar.
Der zweite Vorsatz ist ebenso offen gehalten wie bedeutend für mich: Jeden Monat etwas Neues machen. Sei es den eigenen Angsthase überwinden und bei Schneegestöber Autofahren (gemacht im Januar) oder sich endlich überwinden und Blut spenden (to do) oder einfach Gelegenheiten, die sich anbieten, ergreifen und dadurch den eigenen Horizont erweitern. Denn darum geht es doch, oder? Wenn ich im Alter auf mein Leben zurückblicke und traurig seufzend "Früher war alles besser!" von mir gebe, dann möchte ich an ein glückliches, erfülltes Leben mit vielen besonderen Momenten zurückblicken. Nichts bereuen müssen oder zumindest nicht allzu viel. Wie viel ich gewogen und welche Kohlenhydrate ich gegessen oder auch nicht gegessen habe, ist dann egal. (Ist es eigentlich auch jetzt schon.) Das Leben ist zum genießen, ausreizen und erkunden da. Genau unter diesen Gesichtspunkten soll mein neues Jahr starten.
Um direkt damit anzufangen, geht es nun bald erstmal in den Urlaub. Internetfrei versteht sich, da es sich ja mehr oder weniger um die verspäteten Flitterwochen mit dem Mann handelt. Der Blog bleibt vorübergehend noch auf der Strecke. Aber Mitte-Ende Februar wird seine Zeit kommen.

Dienstag, 6. Januar 2015

Starten bei Null, oder besser nicht?

Da bin ich nun, eine der wenigen Bloggerinnen, die es nicht für nötig hielt, einen allumfassenden Jahresüberblick kurz vor Silvester zu schreiben. Ein letztes wehmütiges Zurückblicken, dann der kurze Trennungsschmerz, nur um sich kurz darauf in eine neue Beziehung zu stürzen. Willkommen 2015, ich erhoffe mir so viel von dir. Nein, so nicht.
Das letzte Jahr war für mich und meine Entwicklung entscheidend. Ich habe nicht nur eine Reihe toller Erlebnisse zu verbuchen, meine Masterarbeit angemeldet und damit die Vorstufe in Richtung Uni-freies Leben erreicht, ich habe auch meinen Liebsten geheiratet und somit eine (unwiderrufliche) Entscheidung getroffen. Für den Menschen, mit dem ich das Leben fortan bestreite.

Von 2015 ähnliche Resultate zu erwarten, wäre Wahnsinn. Dennoch befürchte ich, dass es nicht viel weniger aufregend wird. Sicherlich werde ich mit der Uni abschließen - die Masterarbeit ist weitgehend fertig - und somit vor dem Eintritt ins wirklich wahre Leben der Erwachsenen stehen. Das freut und ängstigt mich gleichermaßen. Die Erwartungen an das Jahr sind hoch, vielleicht kommt ein Umzug hinzu, vielleicht eine neue Stadt, vielleicht neue Menschen, ganz sicher ein neuer Lebensabschnitt.
Das alles kann aber nicht ohne Hinblick auf meine Vergangenheit betrachtet werden, alles hängt zusammen. Silvester und Neujahr habe ich damit verbracht, an meiner Masterarbeit zu schreiben. Die Tage gingen ineinander über, unterbrochen nur von einem Feuerwerk. Die Zeit hängt zusammen, ich habe Erwartungen an das neue Jahr, Aufgaben, Ideen, Wünsche. Doch mein Jahr beginnt irgendwie erst am 15.01. Die Masterarbeit ist dann abgegeben und meine überdimensionale to-do-Liste will abgearbeitet werden.
Auf dieser steht übrigens auch eine Blogveränderung. Alles neu. Aber immer noch gleich. So wie jedes Jahr.