Dienstag, 25. März 2014

Die Mitternachtsrose

Ich bin ja zugegebenermaßen ein Fan von seichter Literatur. Liebeskitsch. Familienromane. Weiber-Literatur. Doch muss man weiter differenzieren. Nur weil ein Buch nicht den Anspruch erhebt, in hundert Jahren noch im Literaturstudium besprochen zu werden, ist es nicht immer schlecht. Viele Autoren setzen sich durchaus mit dem Thema über das sie schreiben auseinander, betreiben Hintergrundrecherche und stecken Herzblut in ihren Roman. Und das merkt der Leser auch.
Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass mein Herz sehr berührt hat. "Die Mitternachtsrose" von Lucinda Riley. Die Autorin hat sich vor einigen Jahren mit dem "Orchideenhaus" einen Platz als Lieblingsautorin erarbeitet, seitdem freue ich mich riesig über jedes neue Buch von ihr. "Der Lavendelgarten" im letzten Jahr war eine Enttäuschung (ihr erinnert euch?), dennoch habe ich mich wirklich gefreut, als ich sah, dass sie was neues veröffentlicht hat. So genug vorgeplänkel, jetzt kommen die Fakten.

Gemütliches Lesen auf gemütlichen neuen Kissenbezügen.
Stoff habe ich selbst gewählt, genäht wurde es dann von der lieben Mama.
Ich bin immer noch ganz verzückt.
Worum geht's? Der junge Inder Ari bekommt von seiner Urgroßmutter mit ihrer Lebensgeschichte, aufgeschrieben für deren verschollenen Sohn, der angeblich im Alter von drei Jahren gestorben sein soll. Die Suche nach den Spuren des Sohnes führen Ari nach England auf das Anwesen Astbury Hall. Dort wird zeitgleich ein Film gedreht, in dem die junge Schauspielerin Rebecca mitwirkt, die so ihre eigenen persönlichen Probleme mitbringt. Natürlich hängt am Ende alles zusammen und die Geschichte nimmt Stück für Stück ihren Lauf. Dabei gibt es immer wieder einen Familienroman typischen Zeitwechsel von Vergangenheit und Gegenwart.
Was ist besonders? Die Intensität. Dieser Roman hat einen relativ leichten Beginn und zieht einen immer mehr und mehr hinein. Ich habe lang nicht mehr so sehr mit den Protagonisten mitgefühlt und am Ende, wenn man das ganze Ausmaß begriffen hat, steht man nur noch sprachlos da. Und es ist wirklich nicht vorhersehbar. Also zumindest für mich nicht. Es macht einfach Spaß. Und Nachdenklich. In dieser Reihenfolge.
Weiterempfehlung? Definitiv ja! Klar sollte es ein grundsätzliches Interesse an der Gattung geben, als ich meinem Freund die Geschichte grob nacherzählte konnte er sich wirklich nicht begeistern. Aber alle, die gern mal schmöckern und sich den Gefühlen hingeben, ist "Die Mitternachtsrose" die richtige Wahl. Ich persönlich halte es für Rileys bestes Werk. Also ran ans Werk!


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