Freitag, 22. November 2013

er ist wieder da!

Wer? Mein Pony. Nicht das Pferd, sondern die abgeschnittenen Haare im Gesicht. Und ich vermännliche meinen Pony. Ist ja der Pony. Na auf jeden Fall ist er zurück.
Schon seit einigen Wochen hadere ich mit dem Gedanken. Was spricht dafür, was dagegen?
Es hat so angefangen: ich habe mich in letzter Zeit aus mehreren Gründen intensiv mit Bildern aus der Vergangenheit beschäftigt und habe festgestellt, dass ich mir selbst besonders gut gefalle, wenn ich einen Pony und rote Haare habe. Das mit der Haarfarbe wird erstmal verschoben, aber die Idee der Wiederbelebung des Ponys lies sich nicht vertreiben. Dagegen spricht allerdings, dass ich manchmal das Gefühl habe, am Ende ein zu rundes Gesicht zu bekommen. So rein optisch. Dafür spricht allerdings, das die Jahreszeit für Ponys prädestiniert ist. Erstens schwitzt man im Winter weniger, zweitens sehen Ponys mit Mützen toll aus. Ladys and Gentleman: bis jetzt habe ich sieben Mal das Wort Pony benutzt. Ist das ein Rekord, oder was?
tadaaa
Einen schönen Start ins Wochenende. Nur noch eine Woche, dann beginnt die Adventszeit <3

Dienstag, 19. November 2013

kekse

In meinem Herzen Weihnachtet es sehr. Letztes Wochenende gab es großes Weihnachtsbacken mit meinem Papa und die nächsten Wochenenden werden voller Familie sein. Da freut sich das Herz. Mit Kuscheldecken, Heizung, Tee und jetzt auch Keksen kann das Wetter gekonnt ignoriert werden.
Wir haben dieses Jahr acht Teige verarbeitet: Vanillegipfl, Marzipan-Pistazie, Orange, Zitrone, Vanille, Helgoländer, Schoko-Augenplätzchen und Nougat-Kekse wurden gebacken. Aus dem Restteig der Ausroll-Plätzchen wurden am Ende nochmal Augenplätzchen gebacken. Da kommt nichts weg. Und ich sag euch: es hat so viel Spaß gemacht. Wenn die ganze Küche voller Kekse ist und es himmlich duftet, dann fängt für mich Weihnachten an. Ich hab mittlerweile auch Ideen, was ich so verschenken kann.
Das gemeinsame Kekse backen hat bei uns übrigens Tradition. Immer in der Weihnachtszeit nehmen mein Papa und ich uns einen ganzen Samstag (es ist immer ein Samstag) und backen von morgens bis abends. Auch schon als ich noch viel kleiner war und mein Papa den Großteil der Arbeit gemacht hat. Für mich ist das immer eine besondere Kindheitsverbindung. Deshalb freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. Und die vier großen Keksdosen, die jetzt in der Küche stehen werden mich noch eine Zeit lang an diesen Tag erinnern.

Donnerstag, 14. November 2013

everybody needs some time - on you're own

Letztes Wochenende das nun mittlerweile auch schon ein bisschen her ist hatte ich keine Termine. Komplett frei quasi. Also der perfekte Zeitpunkt um alle Aufgaben zu erledigen, die sich schon seit langem darauf warten bearbeitet zu werden. Dieser Aufgabentyp "müsste-auch-mal-gemacht-werden". Auf der Liste standen Dinge wie: Bilder sortieren das war ein Chaos auf unserem Rechner, alles doppelt und dreifach und nach keinem einleuchtenden Prinzip sortiert, Musik auf dem I-Pod neu ordnen neue Wiedergabelisten erstellen und Songs, bei denen man sich fragt wie die überhaupt jemals auf den I-Pod kommen konnten, löschen, Bewerbungen schreiben für Praktikumsstellen, als Geisteswissenschaftlerin kann man ja alles werden, langsam sollte ich das breite Feld aber ein wenig eindämmen und ganz wichtig: erste Ideen und Organisationen in Richtung Weihnachtsgeschenke anstellen. (Keine Ahnung ob man Ideen anstellen kann, aber mir fiel kein besseres Verb ein, das halbwegs auf beides gepasst hätte.)
Die gute Nachricht: ich bin bei allen gut vorangekommen. Ein wenig zum Leiden des "Zauberbergs" der auch noch gelesen werden wollte, aber im Ernst: Lieber Thomas Mann, wenn du eine Novelle planst, wie in aller Welt kann da ein 1000 Seiten Buch daraus werden? Vor allem wenn die Handlung nach wie vor locker flockig in eine Novelle gepasst hätte! (Kleiner Zwischenstand: ich hab es heute auf Seite 602 geschafft, jeah!)
Ach so mir fällt gerade ein, dass ich etwas elementares an den Anfang hätte schreiben sollen: dieser Eintrag spiegelt meine letzte Woche wieder, nicht wirklich strukturiert, sondern so wie es kam. Und es wird vermutlich auch keine Moral der Geschichte geben, aber wer weiß schon was noch alles kommt.
Weiter im Text. Um auf die Weihnachtsgeschenken zurück zu kommen: Freund und ich haben uns natürlich abgesprochen was wir uns wünschen und ich wurde von Joana von Lichtpoesie inspiriert. Diese hat vor einigen Tagen einen Jumpsuit vorgestellt und ich war mega begeistert. Oh nein, das "mega" bricht wieder durch, ihr müsst wissen ich hatte da mal eine wirklich schlimme Phase, in der ich alles und jeden mega fand. Auf jeden Fall hat der Freund das aufgenommen und mir einen Jumpsuit bestellt. Heute kam er an. Und weil mein zweiter Name Neugier ist, musste ich unbedingt wissen wie er aussieht (und ob er passt).
Taddaaaaa:
Und er ist so bequem und flauschig. Es ist wirklich große Liebe. Samstag geht es weiter mit Vorweihnachtsstimmung. Da werden wieder Kekse gebacken (Tradition mit Papa seit eh und je - darüber folgt mit Sicherheit noch ein Eintrag).
Bilder wurden auch sortiert, bald werden die schönsten Ausgedruckt und in ein Bilderalbum gepackt. Denn falls die Technik sich eines Tages verabschiedet, haben wir immer noch Erinnerungsfotos. Bewerbungen wurden rausgeschickt, mal sehen was passiert. Aber alles wird ja immer gut.
Als letztes wäre da noch die Musik an der ich, ehrlich gesagt, immer noch kämpfe. Es ist einfach so viel. Und ich will irgendwie mal in jedes Lied reinhören um die Stimmung zu erfassen und es der passenden Liste zuzuschreiben. Eines der Favoriten für den Herbst:




Noch einen Tag, dann ist schon wieder Wochenende. (Nicht, dass ich morgen Uni hätte...) Winke.

Donnerstag, 7. November 2013

Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen?

Ich bin wieder hier (bei dir, bei dir, bei dir...) kennt jemand das Lied? Ist ja auch egal. Nachdem mich der letzte Monat ziemlich in Beschlag genommen hat, kehrt langsam alles zur Normalität. Die Kurse sind auserwählt, erste Referate über die Bühne gebracht und die Serie Drop Dead Diva, die mich in der letzten Woche durchweg beschäftigt hat, ist bis zum neusten Stand durchgesehen. Übrigens eine große Empfehlung. Und damit ich mal so richtig abschweife und weil ich nicht anders kann, erstmal eine kleine Beschreibung.
Es geht um ein Model, das bei einem Autounfall stirbt, an der Himmelspforte die Return-Taste drückt (ist alles wahnsinnig modern da oben!) und zurück auf die Erde kommt - allerdings nicht in ihrem Körper. Stattdessen ist sie nun eine etwas korpulentere Anwältin (glücklicherweise hat sie auch das fachmännische Wissen, das im Anwaltskörper steckt) und muss sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden.
Ein bisschen Schade ist die Einteilung der Menschen in Dünne und Dicke - wobei sich für letztere durchaus eingesetzt wird. Das Schöne an der Serie - was mich auch dazu getrieben hat immer und immer wieder einzuschalten - sind die Charaktere. Alle sind eigenständig und ein wenig speziell, aber vor allem liebenswert (auch die "Bösen"). Und da kommen wir auch schon zu der größten Stärke der Serie. Alles wird gut. Jeder Fall wird irgendwie gelöst, es gibt keine Intrigen, die sich immer wiederholen und meine Nerven belasten. Nein, es ist einfach eine angenehme Serie, die eine Handlung aufweisen kann ohne dauerdeprimierend zu sein. Weiterempfehlung von Herzen.

So und jetzt zum eigentlichen Thema. Na wenn das Mal keine Bomben-Überleitung war, oder? Ich war letzte Woche Freitag mit Freund in der Tonhalle. Zu Element of Crime. Gibt es jemand der die Band nicht kennt? Ich kann das leider niemanden verübeln, immerhin lernte ich sie auch erst durch Freund kennen. Aber mittlerweile bin ich ein richtiger Fan. Ich kenne und liebe die meisten Songs (alle gehen wirklich nicht, ich meine die haben soooooo viele Alben rausgebracht). Jedenfalls habe ich irgendwann im Juni gesehen, dass sie in Düsseldorf spielen werden und war sofort begeistert. Freund nach einer gewissen Überredungskunst auch. Und ich habe mich wirklich auf den Tag gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die rauchige Stimme von Sven Regener, dazu Geige, Gitarre, Bass, Schlagzeug und gelegentlich Trompete. Ich lege die Band wirklich jedem ans Herz, der neben der Musik auch auf den Text achtet. Denn den kann keine Band besser formulieren (meiner Meinung nach).
Eins meiner Lieblingslieder:
Aber weil es ja langweilig ist immer nur zu schwärmen möchte ich ein paar Kritikpunkte einbringen, die sich weniger gegen Element of Crime und mehr gegen allgemeine Konzerte richtet. 
Zunächst: Warum spielen die meisten Band immer Lieder von anderen Künstlern? Das hat mich schon bei Max Raabe gestört. Ich meine die Menschen gehen in das Konzert, weil sie den Künstler mögen. Und Element of Crime sowie Max Raabe schreiben fantastische eigene Texte, die vor Wortwitz nur so strotzen. Die möchte ich gerne hören.
Zweitens: Liebe deutschsprachige Bands, ich liebe euch. Weil ihr deutschsprachig seid. Ich finde wir haben eine sehr schöne Sprache muss ich als Germanistik Studentin auch irgendwie. Ich würde mir wünschen, dass dieser Schwerpunkt auf dem Konzert erkenntlich wird und nicht acht (!) englischsprachige Lieder hören. 
Drittens: Liebe Lichttechniker, auch wenn ihr euch sicher eine fancy Show ausgedacht habt, wurden die Effekte mal aus der Perspektive des Publikums gecheckt? Wenn am Ende des Abends jemand blind ist, ist niemanden geholfen.
Und abschließend ein Appell an das Publikum: Passt euch an. Wenn ihr zum Beispiel in die Tonhalle geht, einem komplett bestuhlten Raum, bleibt sitzen. Es gibt kein Grund beim zweiten Lied aufzuspringen und wild mit den Armen zu zappeln. Und wenn ihr dann von der Aufseherin darum gebeten werdet, euch zu setzten, kommt dieser Bitte nach. Und springt nicht immer wieder aufs neue auf. Vielen Dank. Wenn wir uns das nächste Mal in einem Klub/einer Halle/ einem Stadion wiedertreffen verspreche ich euch im Gegenzug mich nicht auf den Boden zu setzen.

Ihr merkt sicher, dass da einiges in mir schlummert, was darauf wartet geschrieben zu werden. Dem werde ich in den nächsten Tagen nachkommen (zumindest versuche ich es). Winke.