Sonntag, 28. Juli 2013

Planungswahn

Warum habe ich vor mitten im Jahr über den Erwerb eines neuen Kalenders zu berichten? Nicht weil ich ein super-Sparfuchs bin und das erste halbe Jahr auf einen Kalender verzichtet habe, sondern weil ich Studentin bin und abhängig von Moleskins, die von Juni(13) bis Dezember(14) gehen. Mich stört es nämlich mitten im Semester einen neuen Kalender anzufangen. Weil ich gern im voraus plane. Und zwar weit-weit-weeeiiiit im voraus. Zu Beginn gibt es eine grobe Durchstrukturierung, wann werden Referate gehalten, wann müssen Hausarbeiten abgegeben werden, wie sind die wichtigen Freizeittermine gelegen? Und so kommt es nicht selten vor, dass ich meinem Freund einen Monolog vorhalte wie die nächsten vier bis sechs Wochen organisiert sind. Er schaut mich dann immer treuherzig an, nickt ergeben und vergisst das Gesagte im selben Moment wieder. Ich kann es ihm nicht verübeln, im Gegenteil, wenn er fragt "Was war denn für das Wochenende geplant?" freue ich mich still und heimlich ihm nochmal den Plan für die kommenden Wochen zu erklären.
Bei meiner Planungswut hilft mir vor allem mein Moleskin, der Einzige, dem ich Informationen für die nächsten Monate mitteilen kann. Er nimmt sie auf, zeigt sie mir immer wieder und stört sich nicht daran, wenn Termine nicht eingehalten werden. Denn obwohl ich sehr gerne und viel plane, hapert es hin und wieder an der Umsetzung, sodass die meisten Erledigungen nicht, wie im Kalender angegeben, drei Wochen vorher gemacht werden, sondern eher so drei Tage, wenn es gut läuft. Aber mein Moleskin hält zu mir, ignoriert, dass der ein oder andere Abgabetermin für eine Hausarbeit immer wieder verschoben wird. Ich schreibe übrigens auch immer mit Bleistift, so können einige Planungsfehler direkt ausradiert werden. Unterstützend wirken dabei drei farbige Marker, gelb, grün und rot. Gelb für "Hausaufgaben" oder anderes, dass erledigt werden will, rot für Abgabetermine, sprich alles was erledigt werden muss, und grün für die Freizeit, Konzerte, Treffen mit Freunden (die ich bevorzugt auch schon lang im voraus plane) etc.
so siehts aus
Ich liebe die Aufteilung, links die gesamte Woche in Tage unterteilt, rechts nochmal Platz um zusätzliche Informationen zu vermerken, oder Aufgaben, die die Woche über erledigt werden können. Ich habe Kalender seit meiner Schulzeit und wahre allesamt auf. Denn neben dem to-do-Abschnitt gibt es auch viele Freizeitelemente, sodass die Kalender immer eine gute Erinnerungsstütze sein werden. Ich kann nur jedem das führen eines Kalenders empfehlen, erstens weil es nichts besseres gibt, als hinter einem to-do ein Häckchen zu setzten, zweitens weil Planen durchaus entspannend wirken kann und drittens weil die Teile klein und praktisch sind und das Durchstöbern noch Jahre später Spaß macht.
Winke, winke, eure sinny.

Samstag, 27. Juli 2013

das geheime Vermächtnis

Anstatt, wie geplant, an meiner Gliederung für die erste Hausarbeit zu arbeiten, habe ich mich die letzten beiden Tage verkrochen und gelesen. "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb sollte es diesmal sein. Ich entwickele eine immer größere Leidenschaft für Romane die in zwei Zeitlinien spielen und sich Stück für Stück zusammensetzen. So gibt es auch in diesem Roman zwei Protagonisten, eine um 1900 namens Caroline und ihre Urenkelin Erica, in der heutigen Zeit. Selbstverständlich sind beide Geschichten miteinander verbunden, das schöne an diesem Roman ist aber, das sich bis zum Schluss (für Erica) nicht auflöst, was genau in der Vergangenheit passiert ist, es gibt Stellen, die sie nur erraten kann. Gleichzeitig gibt es auch kein aufgezwungenes Happy End, es ist vielleicht eher positiv, aber es nimmt die Schwere und Trauer des Buches nicht raus und ist somit in meinen Augen sehr gelungen. "Das geheime Vermächtnis" hat eine einfache, aber bedeutende  Botschaft  die in viel Trauer, Leid und großen Umfang geschildert wird. Mir hat es richtig gut gefallen und ich empfehle es allen weiter, die erstens: Familienromane mögen, zweitens: gut mit traurigen Handlungen umgehen können, und drittens: Spaß an sehr umfangreichen Büchern haben.

Vor allem aufgrund letzteren bin ich wahnsinnig froh, dass wir ein kindle zu Hause haben. Es war wahnsinnig praktisch und mit Sicherheit viel leichter als der Roman in Buchform. Andererseits komme ich nie richtig los vom dem gebundenen Buch. Vielleicht weil ich Germanistin bin. Oder weil Bücher so toll riechen und sich fantastisch anfühlen. Oder weil nichts mehr mein Herz erwärmt als ein wachsendes Bücherregal. Und so werde ich weiter zwischen Herz (gedrucktes Buch) und Verstand (kindle) hin und her tauschen und mal das eine mal das andere bevorzugen.
Wenn das Gewitter endlich nachlässt gehe ich einkaufen - in den Mayersche, wo ich kein Buch aber meinen Lieblingskalender kaufen werde. Über ihn berichte ich vielleicht das nächste Mal.
Bis dahin, winke, winke, sinny.

Donnerstag, 25. Juli 2013

die liebe zur Natur

Ich bin wieder zu Hause und habe jetzt Zeit ausgiebig über die letzten Tage zu berichten. Es waren grandiose, fantastische, idyllische Tage. Ein Traum. Und das Wetter hat total mitgespielt. Also für mich, allen anderen war zu heiß. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich im Normalfall friere, finde ich es nur fair, wenn die anderen sich mal unwohl fühlen. Bei 30°C geht mir das Herz auf. Deshalb war ich quasi auch den ganzen Tag draußen (immer wenn ich das erzähle folgt die Aussage: "Dann bist du ja sicherlich braun geworden!" - Nö, ich war die meiste Zeit im Schatten und selbst wenn ich in der Sonne war, hat mein Körper das geflissentlich ignoriert, ich werde einfach nicht richtig braun. Es sei denn ich hole mir nen leichten Sonnenbrand, der wird nach eins, zwei Tagen zu Bräune. Hatte ich aber keine Lust drauf - sinny ist immer noch weiß.)
Ich verbrachte die Zeit mit lesen im Garten, spazieren, und einen Tag waren wir auch in Rheine. Ich werde das ganze nun anhand von Bildern darstellen:
beim Spaziergang, mein absolutes Lieblingsfoto des Wochenendes -
die Schönheit und Wildheit der Natur
ein Baum, der einzige Schattenspender bei über 30°C -
so wunderbar!
mit Freund im Biergarten - Mölljans -
leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre
Tagesausflug nach Rheine,
schöne Stadt an der Ems mit alten Gebäuden und viel grün -
Tagesausflug definitiv empfehlenswert,
auch wenn die Stadt nicht unbedingt vor Sehenswürdigkeiten strotzt
man kann zum Beispiel in Ruhe, ohne viele Menschen, ausgiebig shoppen -
ich habe eins, zwei, drei, vier! Schals ergattert
(ich weiß nicht warum, aber die gab es dort an jeder Ecke in Massen,
und günstig waren sie auch!)
es gibt auch die Möglichkeit im Thalia auf einem Esel zu sitzen,
den Sinn dahinter habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden,
aber Freund hat darauf bestanden ein Foto zu machen.
im Garten von Schwiegereltern in Spe,
eine Blütenpracht an allen Ecken und Enden
meine Lieblingsfrucht
 (okay eine meiner unzähligen Lieblingsfrüchte),
schmeckt frisch aus dem Garten noch besser.
im Garten mit dem allerbesten und liebsten und tollsten Hund der Welt
"Schau mir in die Augen Kleines." <3
Die Bilder sind wirklich eine tolle Möglichkeit die letzten Tage zusammen zu fassen. Ich bin ein wenig traurig wieder in der großen, lauten Stadt zu sein, aber in einer Woche geht's nach Gera zur Verwandtschaft und zwischendurch muss ja auch mal was für die Uni gemacht werden.
Noch eine kleine Anmerkung zu den Büchern die ich gelesen habe,
zum einen "Eines Abends in Paris" von Nicolas Barreau. Von dem Autor habe ich ja schon hier berichtet, nun habe ich endlich sein neustes Werk gelesen. Es ist wieder wunderschön und unendlich romantisch geschrieben. 
"Die Liebe - das ist das erste Grün des Frühlings, das ist ein Vogel, der ein kleines Lied zwitschert, ein Kieselstein, den man übermütig über das Wasser hüpfen lässt, ein blauer Himmel mit weißen Wolken, ein verschlungener Weg, der an einer duftenden Ginsterhecke vorbeiführt, ein warmer Wind, der über Hügel streicht, eine Hand, die sich in eine andere schmiegt. Die Liebe ist das Versprechen unseres Lebens."
Ich kann von solchen Zeilen gar nicht genug bekommen, wem es ähnlich geht, dem lege ich dieses Buch nahe. Wer sich allerdings wenig Romantik und viel Story von einem Buch erhofft, dem rate ich davon ab.
Das zweite Buch "Eine Frage des Herzens" von Luanne Rice, ist ebenfalls berührend geschrieben. Es ist länger, deshalb hat auch die Story mehr Platz. Es gab sogar eine wirklich überraschende Wendung, mit denen ich in "Schnulzenromanen" eher weniger rechne. Dieses Buch regt zum nachdenken an, es versetzt den Leser teilweise in eine unangenehme Situation, wenn er mit den Protagonisten fühlt. Der Schreibstil ist nicht atemberaubend, das erwarte ich von einem Freizeitroman allerdings auch nicht. Eine dramatische Geschichte, interessante Protagonisten und eine extra Portion Liebe findet sich in diesem Buch wieder.

Ich werde mich nun wieder meinem Alltag  hingeben, da aber Semesterferien sind, habe ich zumindest vor viel zu lesen, es werden also noch weitere Rezensionen folgen.
Bis dahin, winke, winke, sinny.



Freitag, 19. Juli 2013

der erste Tag in Freiheit

Gestern Abend wurde zelebriert. Endlich Semesterferien. Ich kann es immer noch nicht fassen. Der Rhythmus während des Semesters, die vielen to-do-Zettelchen, alles passé, zumindest für die nächsten zwei Monate. Neben der Freude existiert tatsächlich auch ein kleines bisschen Furcht. Davor, die Zeit zu verschwenden, trantütig zu werden und nichts zu schaffen. Immerhin wollen ein paar Hausarbeiten geschrieben werden. Und ich will auch was erleben. Nicht das am Ende des Sommers ausschließlich das Fernsehprogramm auswendig gelernt wurde.
Um der Trantütigkeit (kennt eigentlich jemand außer mir das Wort? Das Rechtschreibprogramm auf jeden Fall schon mal nicht.) ein wenig aus dem Weg zu gehen, habe ich heute die Wohnung auf Vordermann gebracht. Wäsche gewaschen, Staub gewischt, gesaugt - da kann ich behaupten etwas getan zu haben. Nachher wird noch ein wenig gekocht - es gibt eine Gemüse-Kartoffel-Feta-Pfanne mit einem leckeren Tomaten-Gurken-Salat - und dann wird gepackt. Denn ab morgen geht's zu den Schwiegereltern in Spe. Und weil die so schön im Grünen wohnen ist das für mich ein perfekter Start in den Urlaub. Ich werde meine Kamera mitnehmen und versuchen ein paar hübsche Fotos zu machen, die ich dann selbstverständlich präsentiere.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und allen die wegfahren eine staufreie Fahrt (wir fahren mit der Bahn, da kann man wenigstens sicher sein, dass irgendwas dazwischen kommt).
Winke, winke, sinny.

Donnerstag, 18. Juli 2013

große Freude, kleine Enttäuschung und Melone

Heute ist der letzte Tag. In zwei Stunden werde ich zum letzten Mal in diesem Semester zur Uni fahren um ein Seminar zu besuchen. Und ich muss sagen: es wird auch Zeit. Zwar vergingen die vergangenen Wochen wie im Flug, weshalb ich beispielsweise keine Zeit und Inspiration zum bloggen hatte, dennoch zogen sich einige Stunden, in ganz bestimmten Seminaren, unendlich. Deshalb springe ich heut Abend drei Mal fröhlich im Kreis und schreie "yippi". Die nächsten Monate werden bestimmt supi, die ein oder andere Beschäftigung ist schon geplant - ich werde dann selbstverständlich berichten.
Nun möchte ich nicht so tun, als hätte ich die letzten Wochen nur gelernt, so konsequent bin ich leider nicht. Deshalb gab's zur Ablenkung eine neue Serie, ein neues Buch und ganz viel Wassermelone. Letzteres ist übrigens das beste an unserem jetzigen Wohnort. Die gibt's überall in Massen.
Genussmensch- wie mich mein Papa erst kürzlich liebevoll nannte.
Bei der Serie handelt es sich um Suits, und das wir uns die angesehen haben war mehr als ein Zufall. Denn eigentlich gibt es bei uns eine goldene Regel: wir sehen uns keine Serien an, die länger als 20 Minuten gehen. Bis jetzt habe ich zwei Ausnahmen gemacht: Gilmore Girls und Once upon, beide gehören zu meinen Lieblingsserien (von denen ich insgesamt aber bestimmt 20 habe). Freund hingegen schaut sich gern mal Supernatural an, so gar nicht meins. Mit Suits haben wir nun zum ersten Mal einen gemeinsamen Nenner bei einer längeren Serie gefunden. Und es ging super schnell, da waren auch schon die ersten zwei Staffeln gesehen, nun warten wir sehnsüchtig auf die Fortsetzung, das kann aber noch dauern, denn unsere zweite goldene Serienregel: wir sehen uns immer alles auf deutsch an. Hier übrigens ein kleiner Trailer, der Geschmack auf die Superigkeit (Wortneuschöpfung) machen soll:


Warum ich die Serie so liebe? Ich mags, wenn eine Serie nicht langweilig ist, gleichzeitig kann ich zu viel Spannung und Intrigen gleichzeitig nicht gut verkraften (Märchen oder Kinderfilme finde ich ganz schlimm). Bei Suits gibt es immer was Neues, aber ein Großteil der Stories sind in einer Folge abgehandelt, so dass man sicher sein kann, das am Ende immer alles gut wird. Außerdem sind die Schauspieler einfach großartig. Ich bin ja nicht so der Typ, der alle Schauspieler beim Namen kennt, von daher waren mir auch in dieser Serie alle unbekannt, doch jetzt bin ich wirklich großer Fan, vor allem von Donna. Also wenn das Wetter wieder schlechter wird, oder ihr aufgrund eines Sonnenbrandes die Wohnung nicht verlassen könnt, schaut euch Suits an! 

Weniger euphorisch muss ich jetzt leider über das Buch berichten, das ich gelesen habe.
 Es handelt sich um Lucinda Rileys drittes Werk mit dem Namen "Der Lavendelgarten". Da ich die Autorin sehr schätze habe ich einen Freudenschrei bei der Entdeckung im Buchladen (ja ich gehören übrigens zu den Menschen, die bevorzugt in die Läden gehen und dort entdecken) gemacht. Das Buch trotz der stressigen Unizeit angefangen zu lesen. Und weil ich, wenn ich einmal anfange etwas zu lesen, es auch beenden muss, habe ich nur drei Tage für das Werk gebraucht. Aber es war wirklich nicht annähernd so gut, wie die Vorgänger. Die Story war voraussehbar, die Figuren nicht wirklich tiefsinnig gezeichnet, es gab einige Stellen die wirklich ausbaufähig gewesen sind. Leider wurden sie nicht ausgebaut. Mit Sicherheit werde ich der Autorin noch eine Chance geben, falls sie wieder ein Buch veröffentlicht, deoch zunächst rate ich: lest die ersten beiden Werke (Das Orchideenhaus, Das Mädchen auf den Klippen), die sind nämlich richtig schön, und lasst das Lavendelhaus aus (trotz des wundervollen Titels.)

Ich bereite mich jetzt auf die Uni vor - letzter Tag ole! - und versuche mich bald wieder zu melden. Winke, winke, eure sinny.