Donnerstag, 25. April 2013

online? - nein, danke!

Jeder Mensch hat so seine Macken. Heute möchte ich euch meine liebste und schlimmste zugleich vorstellen. Ich bin altbacken, zumindest teilweise. Ich weiß nicht, ob das ein 23 jähriger Mensch von sich behaupten sollte, aber so ist es nun mal. Es ist nicht so das ich alte schwere Möbel aus Ur-Omas Zeiten zu Hause rumstehen habe, ich denke das würde unser Fußboden gar nicht aushalten und zack, wären wir mit unseren unten Nachbaren vereint. Ich meine das auch nicht auf eine super-coole Retro Art und Weise. Und auch nicht politisch, auf gar keinen Fall politisch! Da bin ich für so viele Neuerungen, in alle Richtungen! Es ist einfach so, dass ich oft alt bewährtes gut finde. Das beste Beispiel ist mein altes Handy. Es hat mich sicherlich sieben Jahre begleitet, ist mir eine Million mal runtergefallen und wurde erst dann ausgetauscht, als ich nicht mehr damit telefonieren konnte, weil ich meinen Gegenredner nicht mehr verstanden habe. Die Welt entdeckte Smartphones, ich liebte mein altes Handy heiß und innig. Mittlerweile habe ich auch ein Smartphone, allerdings ohne Internet-to-go und ohne whats-app. Das zeigt, dass ich mich auch Innovationen öffnen kann, ein kleines Stück, insofern sie sich bewähren und eine Verbesserung bringen.
Es gibt aber einen Markt, der sich seit ein paar Jahren erschlossen hat und jetzt immer penetranter wird. Das online-shoppen. Früher war man mit Freundinnen gemeinsam in der Stadt, heute posten sie bei Facebook, was sie im Internet tolles bestellt haben. Ich und der Rest der Nation werden dauerhaft mit einer Werbung, in der Menschen gerne vor Freude schreien, bombardiert und es brennt sich immer mehr in den Köpfen ein: Leute kauft online, das ist einfach, schnell, unkompliziert. Aber muss das wirklich sein? Es gibt doch so viele Nachteile! Zum einen fehlt jeder soziale Kontakt, sei es mit der Shopping-Begleitung, oder mit netten Verkäufern. Zum anderen probiere ich zumindest immer zehn mal mehr an, als ich dann am Ende auch für passend befinde und behalte. Muss ich das dann alles aufwendig zurückschicken? Oder behalte ich Sachen, die mir nicht gefallen und ärgere mich darüber? Und wie kann man das vor den vielen Verkäufern rechtfertigen, die immer mehr ihre Jobs verlieren, weil die Kunden lieber im Netz bestellen? Wollen wir denn keine Beratung mehr? Außerdem sterben auf diese Art und Weise die Innenstädte aus. Wer will das verantworten?
Ich sage: steht auf, geht raus und gebt euer Geld in eurem Lieblingsladen, nach allerlei Anproben aus. Habt Spaß und entdeckt Neues. Geht nach dem Bummel in ein Cafe und lasst die Seele baumeln. Und macht das ganze nicht zu oft, denn sonst ist euer Konto bald überzogen.
Was haltet ihr vom online shoppen? winke, winke sinny

Dienstag, 23. April 2013

haarige sache

Hallöchen,
heute möchte ich euch in meine Welt entführen und ein bisschen aus meiner Vergangenheit zeigen. Ich bin ein sehr farbenfroher Mensch, deshalb möchte ich ein neues Label namens "bunt" starten. Hier werde ich verschiedene Facetten meines Alltags einbringen, vor allem die, die das Leben fröhlicher machen. Farben sind für mich und mein Glück elementar. Mich hat man wohl noch nie ganz in schwarz gesichtet und das ist auch gut so. Neben der Kleidung und meiner Wohnung bringt aber noch etwas anderes Farbe in mein Leben: meine Haare. Ich habe sehr spät angefangen sie zu färben, dann aber richtig. Meine Naturhaarfarbe ist straßen-köter-blond.
Danach kam rot. Erst Strähnchen, dann das ganze Haar. Rot ist bis heute mein großer Favorit. Allerdings ist es wahnsinnig pflegebedürftig, vor allem wenn man dauerhaft sattes rot möchte. Nach dem eintönigen rot kam meine "Punk-Phase" und mit ihr blau und grün. Nicht auf dem ganzen Kopf, sondern immer mit rot, dunkel-lila oder braun gemischt.

 
Das sah dann so aus. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, vor allem für meine Eltern. Ich fand es klasse und habe mich damit richtig wohl gefühlt. Doch auch hier kam wieder der Aufwand, ihr glaubt gar nicht wie schnell blau blass wird und nach gruseligen hexen-grau aussieht. Deshalb verabschiedete ich mich irgendwann von meinen bunten Haaren und die Punk-Szene verließ ich gleich mit. Bringt ja nichts, so halbe Sachen.


Ich versuchte es mit braun, das war aber zu der Zeit noch nichts für mich, also stieg ich wieder auf rot um, diesmal etwas blasser. Ich war zufrieden, mein Freund war es nicht, deshalb wechselte ich zu blond. Ein Tipp unter Freunden: wechselt nie von rot zu blond. Das Ergebnis war ein riesiger Verlust an Haaren und das was auf dem Kopf übrig blieb war dezent orange.




















Zunächst orange und später blond blieb ich eine sehr lange Zeit. Leider sieht man bei blonden Haaren den Ansatz schneller als erwünscht und deshalb hieß es immer fleißig nach blondieren, was zu immer weniger Kopfbedeckung führte. Deshalb kam eines Tages der Entschluss: weg mit blond und back to the roots. Alles auf Anfang, wir lassen die Farbe rauswachsen! Vorher färbte ich selbstverständlich erstmal braun, damit der Ansatz nicht komplett bescheuert aussieht.

Und so ging es mehrere Monate, oben Natur, unten eine Mischung aus braun und blond. Bis dann eines göttlichen Tages eine gute Freundin von mir erwähnte, dass es in einer bestimmten Drogerie mit roten Zeichen, eine Schaumtönung gibt, die sich nach einigen Haarwäschen von allein verabschiedet. Und besagte Tönung gibt es auch in rot. Da erfüllte sich mir ein Traum. Ich kann meine Haare immer noch mehr oder weniger rauswachsen lassen, um alle Reste der Blondiermaßnahmen endgültig zu beseitigen. Und wenn ich möchte kann ich dennoch rot sein. Nicht so knallig aber immerhin. Ich bin glücklich!
So das war meine Haar-Reise. Habt ihr schon mal eine außergewöhnliche Farbe auf dem Kopf gehabt oder findet ihr das albern und bleibt lieber bei dem natürlichen Look?
winke, winke sinny

Freitag, 19. April 2013

Leichter Kartoffelsalat

Nach meinem Auszug aus dem elterlichen Heim, habe ich mich kulinarisch neu entfaltet. Bedeutet Hefeklöse mit Heidelbeeren und Spaghetti mit Ketchup-Soße. Und das immer und immer wieder. Mittlerweile habe ich mich weiter entwickelt und koche leidenschaftlich gern, wenn auch nicht unbedingt kompliziert. Heute möchte ich mal meine Kartoffelsalat Version vorstellen. Kartoffelsalat verbindet man ja schnell mit viel Mayo. Muss aber nicht sein wie ich heute zeigen will.
Man braucht für 2 Personen (als Beilage):
4 Kartoffeln
1/2 Paprika
1/4 Kopfsalat
2 EL Quark
2 EL Naturjoghurt
Kräuter nach eigenen Vorlieben

Kartoffeln schälen und ca. 20 min kochen. Dann kurz abkühlen lassen, man kann die Kartoffeln auch schon am Vortag kochen. Kartoffeln schneiden. Dann Paprika und Kopfsalat waschen und schneiden. Man kann auch beliebig anderes Gemüse oder z.B. Feldsalat nehmen, je nach eigenen belieben oder dem, was der Kühlschrank hergibt. Dann das Dressing anrühren. Ich habe Magerquark und fettreduzierten Joghurt genommen, beides miteinander verrühren und eine kräftige Prise Salz dazu geben. Nicht zu zaghaft sein, denn die einzelnen Zutaten brauchen Salz. Dann noch die Kräuter hinzufügen. Ich bevorzuge Petersilie und Dill, aber da kann jeder seinen Geschmack folgen. Das Dressing unter die Kartoffeln mischen, dann die restlichen Zutaten unterheben. Ist superleicht und lecker, vor allem wenn die Temperaturen wieder steigen.
So sieht das Ergebnis dann aus:

Montag, 15. April 2013

Eigentlich hatte ich ja vor, einen Post über den unglaublich tollen Frühlingsbeginn zu verfassen. Allerdings gibt es besagten Beginn leider nicht. Er ist zumindest nicht unglaublich. Eher mittelmäßig bis lahm. Draußen wird es wärmer, leider regnet es gleichzeitig. KEIN Traumwetter. Weil ich aber so ein super fröhlicher Mensch bin lasse ich mich davon nicht runterziehen und hole mir den Frühling ins Haus. In Form von hübschen Blumen, die farblich perfekt in die Küche passen.









Ich liebe Blumen, sie machen alles schöner, selbst unsere unaufgeräumte Küche. Und wenn es draußen mal wieder nass wird betrachte ich sie und drehe ganz laut Seeed auf. Dann wird automatisch Sommer. Mit richtigen Pflanzen, die regelmäßig Licht, Wasser und anderweitige Zuneigung brauchen hab ich es übrigens nicht so. Die Narzisse, die mir eine unwissende Freundin zum Geburtstag schenkte, überlebte nicht mal eine Woche. Komisch das Pflanzen so schnell eingehen können, oder? Ein sogenannter Geldbaum überlebt  nun mittlerweile seit über drei Jahren bei uns. Falls jemand so ganz, ganz weit weg von einem grünen Daumen ist, kann ich dieses robuste Pflänzchen nur weiterempfehlen.

So das war's für den Moment, ich bin jetzt übrigens bei Bloglovin', falls jemand Interesse hat mir zu folgen. (Button an der Seite) Winke, winke sinny.

Freitag, 12. April 2013

was passiert hier gerade?!

Wie jedermann habe auch ich einige Hobbys, die man laut ehemaligen Deutschlehrer nicht in der Bewerbung angeben soll. Beliebt sind da telefonieren, chatten, shoppen oder wie in meinem Fall Filme ansehen. Ich gehe gern ins Kino, finde es aber ebenso gemütlich mal zu Hause einen Film mit Freunden zu bestaunen. Letzteres hat zum einen den Vorteil, dass man ungehindert Pausen machen kann und somit nicht die Panik der platzenden Blase entsteht, zum anderen kann man sich unterhalten. Das wiederum war unablässig für das Verständnis des gestern gesehenen "Cloud Atlas".
Der beinahe 3(!) stündige Film spielt in sechs Zeitlinien (das hätte mir ruhig vorher jemand verraten können!) und mit zwei Händen voll Schauspielern, die immer wieder ihre Rolle wechseln, je nach Zeitlinie in der sie sich gerade befinden. Ohne meine meine tolle Freundin, die jeden Schauspieler in jeder Kostümierung wiedererkennt und diese Graphik wäre ich vermutlich an dem Film gescheitert. Also das grundsätzliche Prinzip ist mir schon klar geworden: alles ist miteinander verbunden, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was du jetzt machst wird dein nächstes Leben beeinflussen. Sehr schöner Gedanke und auch sonst finden sich viele interessante Monologe und Dialoge im Film wieder, aber (und das ist das Problem) es gibt zu viele abers. Da wäre zum Beispiel die Länge, die für das, was der Film sagen möchte, VIEL zu überdimensioniert ist. Und die Kostüme. Zwischendurch waren wir uns nicht mehr sicher, ob das jetzt schon rassistisch bewertet werden kann. In einer Zeitlinie werden allen Schauspielern chinesisch anmutende Mandelaugen auf das Gesicht geklatscht. Warum? Außerdem wäre ich ohne meine Freundin aufgeschmissen gewesen. Wer ist nun wer und in welcher Zeit befinden wir uns gerade?
6/10, lustig mit Fingern gezeigt
Dennoch war es ein guter Versuch und dank Ben Whishaw war es auch nett anzusehen. 
So dann hoffen wir mal auf ein sonniges Wochenende. Winke, winke sinny.

Dienstag, 9. April 2013

krankengeschichte

Hallöchen!
Nach einer kleinen Auszeit, die ich die meiste Zeit mit Fieber im Bett verbracht habe, bin ich wieder da. Was macht man, wenn dank Mandelentzündung keinerlei Aufgaben anstehen? Genau, lesen und den gleichen Film ansehen, den man schon gefühlte 50 Mal gesehen hat.
Liebe, Liebe und noch mehr Liebe, so wird man schnell wieder gesund.
Ich habe letzte Woche Donnerstag, genau ein Tag vor den einbrechen der Krankheit, als hätt' ich's gewusst!, dass derzeit viel umworbene und besprochene Buch "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyers erstanden. Ich muss zugeben, dass 50 Prozent der Kaufentscheidung mit dem Cover zusammenhingen, aber es ist auch wirklich schön und ich liebe es, wenn die Schrift eine fühlbare Textur ist. Jetzt, 520 Seiten später, bereue ich es auch inhaltlich keinesfalls, mich für dieses Buch entschieden zu haben. Anfangs habe ich, zugegeben, ein wenig auf die Steigerung der Handlung gewartet, doch dann kam sie und hat mich mitgerissen. Und zum weinen gebracht. Drei mal. Es geht um einen jungen Mann namens Will, der seit einem schweren Autounfall Tetraplegiker ist. Und um eine Frau namens Louisa, die ihren geliebten Job in einem Café verliert und nun für Will als Pflegekraft arbeitet. Aber eigentlich geht es um so viel mehr. Welches Leben ist lebenswert? Und was ist moralisch richtig und falsch, und wer entscheidet darüber? Nach einem beschwerlichen Einstieg schafft es die Autorin in ihrem Buch Liebe und Leid unendlich nah aneinander zu demonstrieren. Ein Buch, das sicher nicht kompliziert geschrieben ist, aber dennoch eine eigene Tiefe entwickelt, mit der sich der Leser auseinander setzen muss. Ich mag es sehr.

Da das halten eines Buches zu Ermüdungserscheinungen führen kann, vor allem, wenn man sowieso schwach ist, habe ich zwischendurch ein altbewährten Film in den DVD-Spieler geworfen. Twilight. Ich weiß, dass viele ihn für einen Teenie-Film halten, aber mal ehrlich so viel Liebe ist doch einfach nur schön. Und zwar immer und immer wieder. Auch wenn beim wiederholten Ansehen immer mehr unstimmige Kleinigkeiten auffallen. Und wenn Bella und Edward am Ende eng umschlungen tanzen schlägt jedes Herz höher. Meines zumindest. Obwohl ich eher Team Jakob bin, aber das lassen wir außen vor. Übrigens: findet noch jemand das Kristen Stewart zwar keine Schauspielkünste aber dafür unglaublich wunderschöne Haare hat?
Das war es für heute, mehr demnächst.
Winke, winke sinny.

Mittwoch, 3. April 2013

to read:

Hallöchen Freunde, ja ich gehe davon aus, dass es schon Leser gibt,
heute will ich euch eine meiner Leidenschaften vorstellen: das Lesen. Ich studiere zwar Germanistik, dennoch möchte ich euch keinesfalls Goethe näher bringen, denn mal ganz unter uns: ich bin kein großer Fan von ihm. Ich habe in unserer Wohnung (ich lebe mit meinem Freund zusammen) zwei Bücherregale, eins für die Uni/Klassiker und eins für leichte Literatur.
Klassiker
Romane der Liebe
Heute möchte ich euch aus jeden Regal zwei Bücher ans Herz legen. Beginnend mit "Stiller" von Max Frisch.

Dieses Buch ist von einem kleinen Bücherflohmarkt. Normalerweise, das muss ich gestehen, hätte ich diesem grauen Ding keinen zweiten Blick gewürdigt, aber manchmal hat man einfach Glück und findet doch zu dem richtigen Werk. In diesem Fall wurde mein Vater zum personifizierten Glück, denn er legte mir das Buch nachdrücklich ans Herz, er hat es dann auch gekauft und mir gegeben, danke Papa. Das Buch beginnt mit der einfachen, aber deutlichen Aussage: "Ich bin nicht Stiller!". Leider ist der Protagonist der Einzige, der sich selbst glaubt und bald entwickelt sich eine Geschichte aus Abenteuern, Liebe und Leid, der Frage nach dem Richtig und Falsch im Leben und ob es einen Ausweg des vorgesehenen Daseins gibt. Es ist ein bewegendes Buch, das den Leser zum Nachdenken zwingt. Eine wirklich lesenswerte Lektüre, die man auch als Klassiker-Hasser zur Hand nehmen kann und sollte.

Kommen wir nun zu etwas leichterer Literatur, hier steht mehr der Autor als das Buch im Fokus: 
Nicolas Barreau hat mittlerweile seinen 4. Roman veröffentlicht und sorgt bei mir immer wieder für Begeisterungsschübe (komisch das Wort scheint dem Rechtschreibprogramm unbekannt). Seine Romane drehen sich allesamt um die Liebe und um Paris. Zwei Gründe es zu lieben. Dazu kommt sein herzergreifend leichter Erzählstil. Es macht einfach Spaß seine Werke zu lesen, sie sind nicht unerträglich spannend und haben ein zufriedenstellendes Ende. Alles was wirklich gute Literatur zum Abschalten braucht. Ein Buch, dass das Herz erwärmt, auch wenn es draußen noch immer schneit.

Nachdem wir ein Autor für die schönen Seiten des Lebens kennengelernt haben, möchte ich euch ein Buch nahelegen, das die traurigen Seiten des Lebens wiederspiegelt. "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult. 
Bitte liebe Leser denkt nicht "hach da habe ich ja den Film mit Cameron Diaz" gesehen. NEIN! Der Film ist gar nicht mit dem Buch vergleichbar. In keinster Art und Weise. Es gibt so viele wunderbare Aspekte in dem Buch, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll. Das Thema Krebs wird auf eine neue, berührende Art aufgegriffen. Die Autorin schafft es den Leser in eine Situation zu bringen, in der er selbst nicht mehr weiß, was richtig und falsch ist. Die Figuren werden nah, verletzlich und unperfekt gezeichnet. "Eins kann ich Ihnen sagen: Kein Mensch wird zum Einzelgänger, weil er die Einsamkeit genießt, auch wenn er so tut. Er wird es, weil er vergeblich versucht hat, mit der Welt klarzukommen, und immer wieder von den Menschen enttäuscht wurde." Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. 
Im übrigen sind auch die anderen Werke der Autorin toll. Sie schafft Spannung und zeigt ein großes Verständnis für "Außenseiterrollen und -situationen" das sich auf den Rezipienten überträgt.


Wie heißt es so toll in den beliebten Ballermann-Liedern? EINER GEHT NOCH einer geht noch rein. Also eine letzte kleine Empfehlung: Hans Falladas "Kleiner Mann - was nun?". 
Ein gesellschaftskritischer Roman der Weimarer Republik (die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg), der heute noch genauso aktuell ist wie damals. Fallada beschreibt eine schwierige Thematik mit unglaublicher Leichtigkeit und schafft es in den Zeiten der Hoffnungslosigkeit ein schimmer Glaube am Horizont erscheinen zu lassen. In dem Buch wird das Leben von Pinneberg, Lämmchen und ihren kleinen Murkel, in der Zeit der Wirtschaftskrise, beschrieben. Dabei lesen sich die Knapp 400 Seiten sehr leicht, zum einen durch eine gute Kapitelaufteilung, zum anderen durch Falladas flüssigen Schreibstil der einfach mitreißend ist. Ein politisches Buch, ein Bildungswerk mit ungeheurer Leichtigkeit. Ein must-have für jeden Bücherschrank.



So das war dann meine kleine Lieblingsbücher Vorstellung. Das waren  natürlich längst nicht alle, aber für den Anfang wollte ich es mal nicht übertreiben. Wenn ihr Interesse an mehr habt, lasst es mich wissen. Ansonsten werde ich über aktuell Gelesenes berichten.
Winke, winke sinny

Montag, 1. April 2013

home is...

... where you're heart is. Das behauptet zumindest die Rückseite meines I-pods. Die Bestimmung meiner Heimat ist bei mir seit meinem 12. Lebensjahr etwas komplizierter geworden. Nicht weil meine Eltern mich abgegeben hätten, sondern ganz einfach durch einen Umzug, vom beschaulichen Thüringen ins aufregende NRW. Die ersten Jahre nach dem Ortswechsel habe ich Thüringen als Heimat angesehen, das Neue war mir nicht so lieb, doch mit den Jahren lernte ich das Dorf in dem ich lebte schätzen und lieben. Ich hatte eine zweite Heimat und nachdem es mich im zweiten Semester in eine größere Stadt zu meinem Freund zog, bekam ich eine dritte Heimat.
Im laufe der Zeit möchte ich euch alle wichtigen Orte zeigen, heute beginne ich mit meiner Geburtsstadt G. in Thüringen. Ich und meine Eltern fahren ca. sechs mal jährlich nach G., nicht weil die Stadt so atemberaubend ist, sondern einfach weil meine restliche Familie noch dort verweilt. Da wäre meine Omi, die tollste, wirklich und ganz sicher tollste Omi der Welt!, meine beiden Cousinen, wir haben eine sehr geschwisterliche Beziehung zueinander, da wir alle Einzelkinder und fast gleichaltrig sind, meine Nichte, gut wer aufgepasst hat merkt, dass es nur das Kind meiner Cousine sein kann, aber mal ehrlich wenn wir uns nicht auf Tante geeinigt hätten, müsste ich mich Großcousine nennen lassen, das klingt schlimmer als Uroma!, und diverse liebe Tanten und Onkel. Alle zusammen passen gerade so in ein Wohnzimmer, ich finde das einfach bezaubernd. Meine Familie ist mir unwahrscheinlich wichtig und deshalb wird G. immer meine Heimat sein.
Aber auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten. Da gibt es zum Beispiel die beste Eisdiele der Welt.
yammi Eis - auch bei Schnee 
Da gibt es nicht nur unglaubliche Eissorten - ich meine Pflaumenknödel-Eis, wie geil ist das denn bitte?! - sondern auch Nougat als Topping. Das habe ich so noch nirgendwo anders entdeckt, obwohl ich wirklich gesucht habe. Also wenn jemand von euch einen Tipp hat freue ich mich riesig! Pokemon-Eis gibt es übrigens auch, das ist gelb-rot und schmeckt undefinierbar. Ein Träumchen.

Neben den kulinarischen Erlebnissen gibt es auch kulturell einiges zu entdecken. Als ich über Ostern dort war habe ich folgendes entdeckt:
Weihnachts-Oster-Baum
Das meine Damen und Herren ist tatsächlich ein Weihnachtsbaum mit Ostereiern. Wie speziell ist das denn bitte? Ich bin in love mit dieser Stadt, obwohl ich glücklich bin jetzt in NRW zu leben. Wenn ich das nächste mal da bin versuche ich Eindrücke aus der Innenstadt zu zeigen. In der Hoffnung, dass das Wetter dann besser ist.
So dann genießt mal noch den letzten Ostertag, ich hoffe die Eiersuche ist geglückt, bis demnächst.
sinny