Mittwoch, 11. Dezember 2013

Alle Jahre wieder -

oder: Weihnachtsklassiker und warum man sie lieb haben sollte.

Ich denke jeder Mensch kennt es, Geschenke, die jedes Jahr wieder unterm Baum liegen. Besagte Geschenke werden gern für Wichtel genutzt (ich hasse Wichtel, ganz ehrlich!) und den Liebsten unter uns geschenkt, die einfach schwer zu beschenken sind, soll heißen, für die einen nichts besseres einfällt. Ich selbst habe schon einige solcher Pakete bekommen und - so ehrlich muss ich sein - wahrscheinlich noch viel häufiger verschenkt. Heute möchte ich mal die Klassiker aufzählen und erklären, warum sie eigentlich doch ganz toll sind.

1. Kerzen: JEDER hat mindestens einmal in seinem Leben eine Kerze verschenkt und erhalten. Darauf würde ich glatt wetten. Kerzen sind das absolute Notfall-Geschenk. Weil es sie aber auch überall gibt und die Läden somit suggerieren, dass es sich bei Kerzen um etwas ganz tolles handelt. Und wenn wir mal ehrlich sind: Kerzen sind auch schön. Gerade zur Weihnachtszeit gibt es nichts besseres als den Geruch von brennenden Kerzen (unbedingt mit Streichholz angezündet!). Kerzen strahlen Ruhe, Zufriedenheit und Geborgenheit aus. Es gibt nur zwei Dinge zu beachten: a) die Kerze sollte zu dem Beschenkten passen, sprich Lieblingsfarbe oder den Ton der Einrichtung treffen und nicht 0815 aussehen. b) Für den Beschenkten: die Kerzen müssen angezündet werden, wenn sie im Schrank verstauben ist niemanden geholfen.

2. Auch immer ein Hit: Tassen. Ich selbst habe natürlich schon welche verschenkt, aber auch immer wieder gern bekommen. Dazu muss ich sagen, dass ich glaube ich eine Ausnahme bin, denn ich freue mich wirklich und ehrlich über Tassen. Wir haben eine kleine, bunte Sammlung in der Küche und ich freue mich immer über Neuzugang. Allerdings sollte beachtet werden, ob das auf andere zu-Beschenkende auch zutrifft, es gibt Haushalte, in denen einheitliches Geschirr Standard ist, da passt eine "Mama-ist-die-Beste"-Fototasse nur so semioptimal. Allgemein sollten Tassen auch nicht wahllos, sondern nach richtig schönem Motiv und Form ausgesucht werden. Dann freut sich die Beschenkte bestimmt.

3. Wenn gar nichts mehr geht, geht immer noch: der Gutschein. Gutscheine kann man für alles kaufen. Personalisierte wir-machen-mal-was-zusammen, Douglas (die verdienen sich doch allein mit Gutscheinen dumm und dusselig), Buchläden oder Bekleidungsfirmen aller Art. Gutscheine sind praktisch, weil die Beschenkte sich das Objekt der Begierde am Ende doch selbst aussuchen kann, oder weil sie zeitlich flexibel sind. Ich persönlich bin ein Fan von Gutschein geschenkt bekommen. Vor allem machen-wir-mal-was-gemeinsam-Gutscheine finde ich grandios. Gemeinsame Zeit ist immer gut, auch wenn man die eigentlich auch ohne Gutschein haben sollte. Bei Gutscheinen von Geschäften lohnt sich ein zweiter Blick. Mag die zu-Beschenkende wirklich Parfum? Oder trägt sie die Kleidung von xy? Sonst kann ganz schnell die große Enttäuschung kommen.

Ich finde es gut, dass es die Sicherheitsgeschenke gibt. Nicht jedes Jahr kann immer eine Knaller-Idee an der Ecke stehen und wenn man das ein oder andere beachtet, sind diese Geschenke wirklich eine Freude wert. 

Sonntag, 8. Dezember 2013

Deko für Weihnachten

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit fangen die Häuser an zu Leuchten, es stehen riesige Weihnachtsbäume in der Stadt und jedermann schmückt sein trautes Heim. Bei uns fällt die Deko recht mager aus, es gibt ein Holzschild auf dem in bunten Farben "Frohe Weihnachten" steht, eine Glaskugel, die schneit, aber schon lang keine Melodie mehr spielt (beides Reliquien aus meiner Kindheit) und eine Weihnachtskugel, die aber das ganze Jahr in der Küche an der Gardienenstange hängt.
Ein Weihnachtsbaum lohnt sich bei uns nicht wirklich, über die Feiertage sind wir ja sowieso unterwegs. Und zu mehr Deko kann ich mich nicht aufraffen, denn übertrieben verspielt will ich es nicht und schön-elegant kann ich leider nicht. Gut, dass es im Zweifelsfall immer Mama gibt. Meine macht sich die Mühe und bastelt mir einen eigenen Adventskranz.
Die Kerze und einige der Deko-Materialien haben wir zusammen letztes Jahr in Münster auf dem Weihnachtsmarkt ausgesucht. Da steckt also ein bisschen Erinnerung drin und dazu ist der Kranz wunderschön. Eine bessere Deko kann man sich für Weihnachten doch gar nicht wünschen, oder? 

Freitag, 6. Dezember 2013

Weihnachtskalender

Eigentlich bin ich ja etwas spät dran, aber da ich die letzten Tage außer Gefecht war und es zudem mein Blog ist - und ich somit (zumindest hier) tun und lassen kann was ich will - schreibe ich heute über Adventskalender.
Ich verfolgte Anfang Dezember mit offenem Mund und viel Respekt, etliche Beiträge zum Thema Weihnachtskalender selbst basteln. Ich bin da vielleicht nicht die richtige dafür um Tipps zu geben (ich pack meinem Freund immer Schoki in den Kalender - aber kann man davon denn wirklich jemals zu viel haben?). Das wird also eher eine Angeber-Nummer: schaut mal her was ich für einen tollen Kalender habe:
24 liebevoll eingepackte Pakete. Ist das nicht atemberaubend? Vor allem wenn der Freund sich selbst nicht unbedingt zu den größten Einpackkünstlern dieses Universums zählt.
Und weil ich nicht genug bekommen kann, oder es jedes Jahr nur einmal Weihnachten ist, habe ich noch einen Pralinen-Kalender, einen feinen Schoki-Kalender und einen ganz einfachen Schoki-Kalender. Die werden aber alle drei mehr oder weniger fair mit dem Freund geteilt. 

Freitag, 22. November 2013

er ist wieder da!

Wer? Mein Pony. Nicht das Pferd, sondern die abgeschnittenen Haare im Gesicht. Und ich vermännliche meinen Pony. Ist ja der Pony. Na auf jeden Fall ist er zurück.
Schon seit einigen Wochen hadere ich mit dem Gedanken. Was spricht dafür, was dagegen?
Es hat so angefangen: ich habe mich in letzter Zeit aus mehreren Gründen intensiv mit Bildern aus der Vergangenheit beschäftigt und habe festgestellt, dass ich mir selbst besonders gut gefalle, wenn ich einen Pony und rote Haare habe. Das mit der Haarfarbe wird erstmal verschoben, aber die Idee der Wiederbelebung des Ponys lies sich nicht vertreiben. Dagegen spricht allerdings, dass ich manchmal das Gefühl habe, am Ende ein zu rundes Gesicht zu bekommen. So rein optisch. Dafür spricht allerdings, das die Jahreszeit für Ponys prädestiniert ist. Erstens schwitzt man im Winter weniger, zweitens sehen Ponys mit Mützen toll aus. Ladys and Gentleman: bis jetzt habe ich sieben Mal das Wort Pony benutzt. Ist das ein Rekord, oder was?
tadaaa
Einen schönen Start ins Wochenende. Nur noch eine Woche, dann beginnt die Adventszeit <3

Dienstag, 19. November 2013

kekse

In meinem Herzen Weihnachtet es sehr. Letztes Wochenende gab es großes Weihnachtsbacken mit meinem Papa und die nächsten Wochenenden werden voller Familie sein. Da freut sich das Herz. Mit Kuscheldecken, Heizung, Tee und jetzt auch Keksen kann das Wetter gekonnt ignoriert werden.
Wir haben dieses Jahr acht Teige verarbeitet: Vanillegipfl, Marzipan-Pistazie, Orange, Zitrone, Vanille, Helgoländer, Schoko-Augenplätzchen und Nougat-Kekse wurden gebacken. Aus dem Restteig der Ausroll-Plätzchen wurden am Ende nochmal Augenplätzchen gebacken. Da kommt nichts weg. Und ich sag euch: es hat so viel Spaß gemacht. Wenn die ganze Küche voller Kekse ist und es himmlich duftet, dann fängt für mich Weihnachten an. Ich hab mittlerweile auch Ideen, was ich so verschenken kann.
Das gemeinsame Kekse backen hat bei uns übrigens Tradition. Immer in der Weihnachtszeit nehmen mein Papa und ich uns einen ganzen Samstag (es ist immer ein Samstag) und backen von morgens bis abends. Auch schon als ich noch viel kleiner war und mein Papa den Großteil der Arbeit gemacht hat. Für mich ist das immer eine besondere Kindheitsverbindung. Deshalb freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. Und die vier großen Keksdosen, die jetzt in der Küche stehen werden mich noch eine Zeit lang an diesen Tag erinnern.

Donnerstag, 14. November 2013

everybody needs some time - on you're own

Letztes Wochenende das nun mittlerweile auch schon ein bisschen her ist hatte ich keine Termine. Komplett frei quasi. Also der perfekte Zeitpunkt um alle Aufgaben zu erledigen, die sich schon seit langem darauf warten bearbeitet zu werden. Dieser Aufgabentyp "müsste-auch-mal-gemacht-werden". Auf der Liste standen Dinge wie: Bilder sortieren das war ein Chaos auf unserem Rechner, alles doppelt und dreifach und nach keinem einleuchtenden Prinzip sortiert, Musik auf dem I-Pod neu ordnen neue Wiedergabelisten erstellen und Songs, bei denen man sich fragt wie die überhaupt jemals auf den I-Pod kommen konnten, löschen, Bewerbungen schreiben für Praktikumsstellen, als Geisteswissenschaftlerin kann man ja alles werden, langsam sollte ich das breite Feld aber ein wenig eindämmen und ganz wichtig: erste Ideen und Organisationen in Richtung Weihnachtsgeschenke anstellen. (Keine Ahnung ob man Ideen anstellen kann, aber mir fiel kein besseres Verb ein, das halbwegs auf beides gepasst hätte.)
Die gute Nachricht: ich bin bei allen gut vorangekommen. Ein wenig zum Leiden des "Zauberbergs" der auch noch gelesen werden wollte, aber im Ernst: Lieber Thomas Mann, wenn du eine Novelle planst, wie in aller Welt kann da ein 1000 Seiten Buch daraus werden? Vor allem wenn die Handlung nach wie vor locker flockig in eine Novelle gepasst hätte! (Kleiner Zwischenstand: ich hab es heute auf Seite 602 geschafft, jeah!)
Ach so mir fällt gerade ein, dass ich etwas elementares an den Anfang hätte schreiben sollen: dieser Eintrag spiegelt meine letzte Woche wieder, nicht wirklich strukturiert, sondern so wie es kam. Und es wird vermutlich auch keine Moral der Geschichte geben, aber wer weiß schon was noch alles kommt.
Weiter im Text. Um auf die Weihnachtsgeschenken zurück zu kommen: Freund und ich haben uns natürlich abgesprochen was wir uns wünschen und ich wurde von Joana von Lichtpoesie inspiriert. Diese hat vor einigen Tagen einen Jumpsuit vorgestellt und ich war mega begeistert. Oh nein, das "mega" bricht wieder durch, ihr müsst wissen ich hatte da mal eine wirklich schlimme Phase, in der ich alles und jeden mega fand. Auf jeden Fall hat der Freund das aufgenommen und mir einen Jumpsuit bestellt. Heute kam er an. Und weil mein zweiter Name Neugier ist, musste ich unbedingt wissen wie er aussieht (und ob er passt).
Taddaaaaa:
Und er ist so bequem und flauschig. Es ist wirklich große Liebe. Samstag geht es weiter mit Vorweihnachtsstimmung. Da werden wieder Kekse gebacken (Tradition mit Papa seit eh und je - darüber folgt mit Sicherheit noch ein Eintrag).
Bilder wurden auch sortiert, bald werden die schönsten Ausgedruckt und in ein Bilderalbum gepackt. Denn falls die Technik sich eines Tages verabschiedet, haben wir immer noch Erinnerungsfotos. Bewerbungen wurden rausgeschickt, mal sehen was passiert. Aber alles wird ja immer gut.
Als letztes wäre da noch die Musik an der ich, ehrlich gesagt, immer noch kämpfe. Es ist einfach so viel. Und ich will irgendwie mal in jedes Lied reinhören um die Stimmung zu erfassen und es der passenden Liste zuzuschreiben. Eines der Favoriten für den Herbst:




Noch einen Tag, dann ist schon wieder Wochenende. (Nicht, dass ich morgen Uni hätte...) Winke.

Donnerstag, 7. November 2013

Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen?

Ich bin wieder hier (bei dir, bei dir, bei dir...) kennt jemand das Lied? Ist ja auch egal. Nachdem mich der letzte Monat ziemlich in Beschlag genommen hat, kehrt langsam alles zur Normalität. Die Kurse sind auserwählt, erste Referate über die Bühne gebracht und die Serie Drop Dead Diva, die mich in der letzten Woche durchweg beschäftigt hat, ist bis zum neusten Stand durchgesehen. Übrigens eine große Empfehlung. Und damit ich mal so richtig abschweife und weil ich nicht anders kann, erstmal eine kleine Beschreibung.
Es geht um ein Model, das bei einem Autounfall stirbt, an der Himmelspforte die Return-Taste drückt (ist alles wahnsinnig modern da oben!) und zurück auf die Erde kommt - allerdings nicht in ihrem Körper. Stattdessen ist sie nun eine etwas korpulentere Anwältin (glücklicherweise hat sie auch das fachmännische Wissen, das im Anwaltskörper steckt) und muss sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden.
Ein bisschen Schade ist die Einteilung der Menschen in Dünne und Dicke - wobei sich für letztere durchaus eingesetzt wird. Das Schöne an der Serie - was mich auch dazu getrieben hat immer und immer wieder einzuschalten - sind die Charaktere. Alle sind eigenständig und ein wenig speziell, aber vor allem liebenswert (auch die "Bösen"). Und da kommen wir auch schon zu der größten Stärke der Serie. Alles wird gut. Jeder Fall wird irgendwie gelöst, es gibt keine Intrigen, die sich immer wiederholen und meine Nerven belasten. Nein, es ist einfach eine angenehme Serie, die eine Handlung aufweisen kann ohne dauerdeprimierend zu sein. Weiterempfehlung von Herzen.

So und jetzt zum eigentlichen Thema. Na wenn das Mal keine Bomben-Überleitung war, oder? Ich war letzte Woche Freitag mit Freund in der Tonhalle. Zu Element of Crime. Gibt es jemand der die Band nicht kennt? Ich kann das leider niemanden verübeln, immerhin lernte ich sie auch erst durch Freund kennen. Aber mittlerweile bin ich ein richtiger Fan. Ich kenne und liebe die meisten Songs (alle gehen wirklich nicht, ich meine die haben soooooo viele Alben rausgebracht). Jedenfalls habe ich irgendwann im Juni gesehen, dass sie in Düsseldorf spielen werden und war sofort begeistert. Freund nach einer gewissen Überredungskunst auch. Und ich habe mich wirklich auf den Tag gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die rauchige Stimme von Sven Regener, dazu Geige, Gitarre, Bass, Schlagzeug und gelegentlich Trompete. Ich lege die Band wirklich jedem ans Herz, der neben der Musik auch auf den Text achtet. Denn den kann keine Band besser formulieren (meiner Meinung nach).
Eins meiner Lieblingslieder:
Aber weil es ja langweilig ist immer nur zu schwärmen möchte ich ein paar Kritikpunkte einbringen, die sich weniger gegen Element of Crime und mehr gegen allgemeine Konzerte richtet. 
Zunächst: Warum spielen die meisten Band immer Lieder von anderen Künstlern? Das hat mich schon bei Max Raabe gestört. Ich meine die Menschen gehen in das Konzert, weil sie den Künstler mögen. Und Element of Crime sowie Max Raabe schreiben fantastische eigene Texte, die vor Wortwitz nur so strotzen. Die möchte ich gerne hören.
Zweitens: Liebe deutschsprachige Bands, ich liebe euch. Weil ihr deutschsprachig seid. Ich finde wir haben eine sehr schöne Sprache muss ich als Germanistik Studentin auch irgendwie. Ich würde mir wünschen, dass dieser Schwerpunkt auf dem Konzert erkenntlich wird und nicht acht (!) englischsprachige Lieder hören. 
Drittens: Liebe Lichttechniker, auch wenn ihr euch sicher eine fancy Show ausgedacht habt, wurden die Effekte mal aus der Perspektive des Publikums gecheckt? Wenn am Ende des Abends jemand blind ist, ist niemanden geholfen.
Und abschließend ein Appell an das Publikum: Passt euch an. Wenn ihr zum Beispiel in die Tonhalle geht, einem komplett bestuhlten Raum, bleibt sitzen. Es gibt kein Grund beim zweiten Lied aufzuspringen und wild mit den Armen zu zappeln. Und wenn ihr dann von der Aufseherin darum gebeten werdet, euch zu setzten, kommt dieser Bitte nach. Und springt nicht immer wieder aufs neue auf. Vielen Dank. Wenn wir uns das nächste Mal in einem Klub/einer Halle/ einem Stadion wiedertreffen verspreche ich euch im Gegenzug mich nicht auf den Boden zu setzen.

Ihr merkt sicher, dass da einiges in mir schlummert, was darauf wartet geschrieben zu werden. Dem werde ich in den nächsten Tagen nachkommen (zumindest versuche ich es). Winke.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

eine Liebeserklärung

In den letzten Tagen bin ich ein wenig abgetaucht und das hatte mehrere Gründe. Zum einen geht die Uni wieder los und ich dachte mir, dass es eine tolle Idee ist, alle Referate auf den Beginn des Semesters zu legen. Zum anderen hatte ich bis Dienstag Besuch von meiner Cousine mit ihrem Kind. Und so eine kleine Vierjährige bringt ganz schön Trubel in den Haushalt. (Es war toll - was gibt es schöneres als Kinderlachen?)
Eine viel zu lange Vorrede, die leider nicht mal als guter Übergang zu meinem eigentlichen Thema geeignet ist. Deshalb mache ich hier einen kleinen Schnitt und beginne im nächsten Absatz einfach neu. Das schon geschriebene einfach zu löschen bringe ich nicht übers Herz.
Gegensätze die zusammen gehören
Vor zwei Tagen hatten mein Freund und ich unser Fünfjähriges. Um dies angemessen zu würdigen möchte ich heute über die Liebe schreiben, allgemein und persönlich. Viele Menschen die ich kenne, legen ihren Schwerpunkt im Leben auf sich selbst. Das kann ich gut verstehen und möchte es auch gar nicht kritisieren, jeder ist selbst für sein Leben verantwortlich und ich schätze unterschiedliche Lebensentwürfe - wäre ja langweilig wenn alle den gleichen Weg gehen würden. Doch für mich war schon als kleines Kind klar, dass ich eine Familie haben will - einen Mann, Kinder und nicht zu letzt einen Hund.
Im Gegensatz zu vielen meiner Mitschüler habe ich keinen Freund in der Schule gehabt, nein ich habe gewartet bis ich 18 war, und das alles andere als freiwillig!, bis sich der perfekte Mann in mein Leben geschlichen hat. Und wer jetzt zählen kann, stellt fest, dass dieser erste Freund auch mein jetziger sein muss. So true. Ob ich von Anfang an wusste das er der Richtige ist? Nein, woher denn auch. Ob die Beziehung ihre Höhen und Tiefen hatte? Aber sicher doch! Für mich hieß es schon immer: alles oder nichts. Ich hatte kein Interesse an einer lockeren, kurzfristigen Beziehung. Für mich sind Sicherheit und Nähe elementar. Deshalb haben wir auch seit Beginn unserer Zweisamkeit sehr viel Zeit miteinander verbracht, nicht mal anderthalb Jahre später sind wir zusammen gezogen. Ich glaube an die wahre Liebe, daran, dass zwei Menschen perfekt zueinander passen und füreinander bestimmt sind. Auch wenn das jetzt sehr sehr kitschig klingt. Und ich glaube auch daran, dass ich mit diesem Mann, der gerade fröhlich-konzentriert PS3 spielt, den Rest meines Leben verbringe.
Auch wenn ich viele Menschen kennen, die darüber anders denken: Liebe bedeutet für mich von einem ich zu einem wir zu werden. Ich bin immer noch ein eigenständiger Mensch, doch wenn ich ehrlich bin, fehlt mir etwas wenn Freund nicht in der Nähe ist. Es ist, als ob ein Teil von mir an einem anderen Ort wäre, meine Stütze im Rücken fällt weg, ich fühle mich schutzlos. Mein Freund gibt mir das Gefühl, dass die Welt in Ordnung ist und nichts Schlimmes passieren kann. Er kennt mich meist besser als ich mich selbst und weiß wie er in welcher Situation reagieren muss. Er überrascht mich ständig aufs Neue. Und es gibt nichts auf der Welt das ich gegen den Moment tauschen würde, wenn ich nach Hause komme und er mich einfach anschaut. Wenn ich in seinen Augen seine Liebe sehen kann und weiß das ich für ihn ebenfalls das Wichtigste auf der Welt bin.
Ich könnte noch viel mehr schwärmen, denke aber das es fürs erste reicht. Ich denke der Text ist auch ein wenig konfus, doch ich hatte das Bedürfnis das alles mal los zu werden, beim nächsten Mal wird es wieder besser. (Hoffentlich.)
das wir <3
Die Überleitung aufs Ende wird genauso holprig, wie die von der Einleitung in den eigentlichen Text. Also haltet euch fest: und Happy Halloween. Und für alle Menschen in katholischen Bundesländern morgen einen fröhlichen Feiertag.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Seelenfutter

Wer kennt das nicht? Der Herbst kommt, es regnet durchgehend und das Stimmungsbarometer sinkt ins Unermessliche. Deswegen hat Sabine von punktkommatext zu einem Blogevent aufgerufen.


Um den dunklen und trüben Monaten zu trotzen habe ich ein paar einfache to-dos.
1. Wärmen! Und zwar am besten mit dicken Klamotten, dicken Socken und einer Kuscheldecke für zu Hause. Ich liebe Kuscheldecken so sehr, dass wir über ein halbes Duzend davon zu Hause haben. Wenn es dann immer noch kalt ist empfehle ich Kirschkernkissen. Die helfen mir zum Beispiel dabei meine dauer-kalten Füße zu wärmen.
2. Für die innere Wärme empfehle ich Tee. Ich persönlich bevorzuge Früchtetee. Wichtig für den perfekten Tee ist übrigens eine perfekte Tasse. Ich trinke viel viel mehr wenn ich meine Lieblingstasse benutze. Kann aber auch nur eine Marotte sein.
3. Es gibt Hobbys, die im Winter viel besser umzusetzen sind als im Sommer. Dazu gehört auch das Stricken. Letzten Winter habe ich es mir von meiner Omi erklären lassen. Seitdem sind schon einige Schals entstanden. Diesen Winter habe ich mich erstmals an Mützen getraut. Ich nehme immer bunte Wolle um den trüben Wetter zu trotzen.
4. Leckereien. Es gibt soooo viel Essen, was einfach nicht in den Sommer passt. Das kann jetzt alles wieder gekocht und gebacken werden. Mein Highlight: Baumkuchen. Es ist zwar ein bisschen aufwendig ihn selbst zu backen, aber lohnt sich richtig!
Hier das Rezept:
Zutaten:
250g Butter
200g Puderzucker
6 Eier, davon müssen vier getrennt werden
1 Pck. Vanillezucker
2-3 EL stark aufgebrühten Früchtetee (Sorte je nach eigenem Geschmack)
50g Zucker
175g Mehl
75g Speisestärke
1 TL Backpulver
Marmelade oder Gelee je nach eigenem Geschmack (ich bevorzuge Aprikose)
Nuss Nougat Masse von Dr. Oetker (ich habe noch kein vergleichbares Billigprodukt gefunden), man kann aber auch einfach Kuvertüre nehmen

Zubereitung:
Ein Beutel Tee mit 50-100 ML Wasser aufgießen und lang ziehen lassen.
Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen. Die Größe der Springform ist nach euren Wünsche variabel, je größer die Form desto weniger Schichten hat der Kuchen. Die Form sollte allerdings nicht kleiner als 24 cm sein.

Butter schaumig rühren. Puderzucker, vier Eigelb und zwei ganze Eier hinzufügen und zu einer Masse schlagen. Dann Vanillezucker und Tee hinzugeben. In einer anderen Schüssel Eiweiß schlagen und den Zucker einrieseln lassen. Die Eiweiß-Masse dann unter die Butter-Masse heben.
Mehl mit Speisestärke und Backpulver vermischen und langsam unter die restlichen Zutaten mischen.

Dann 3-4 EL Teig auf die Springform verteilen, und für 10 Minuten in den Ofen. Danach wieder ca. 3 EL auf die schin gebackene Schicht und wieder 10 Minuten in den Ofen und immer so weiter bis der Teig leer ist. Wichtig: nach der dritten Schicht den Ofen auf Oberhitze einstellen, sonst wird der Kuchen von unten zu trocken.

Wenn der Teig ausgebacken ist muss der Kuchen erst einmal auskühlen. Dann kann die Marmelade/das Gelee darauf verteilt werden. Die Nougat Masse im Wasserbad schmelzen (Achtung: das geht sehr schnell!) und dann auf den Kuchen und am Rand verstreichen.
Den Kuchen noch ein bisschen stehen lassen bis die Glasur ausgehärtet ist und dann guten Appetit!
Da wird sich die Laune mit Sicherheit schnell bessern. Und beim backen wird es auch schön warm in der Küche.

das Gesamtkonzept
Und denkt daran: Herbst und Winter halten nicht ewig, irgendwann kommen die sonnigen Jahreszeiten wieder. Bestimmt!

Samstag, 12. Oktober 2013

Im Paradies oder so.

Wo ist der Ort an dem eine kleine Geisteswissenschaftlerin am wohlsten fühlt?
Handy-Aufnahme erklärt schlechte Qualität
Erkennt es jemand an dem Bild? Richtig: ich war auf der Frankfurter Buchmesse, gestern, an einem Fachbesucher-Tag, weil ich ja eine Germanistik-Studentin bin. Worauf ich an diesem Tag auch ein bisschen stolz war.
Wie kam es dazu? Frankfurt ist ja nun nicht gerade um die Ecke. Das erklärt, weshalb ich in den letzten Jahren noch keine Gelegenheit hatte die Buchmesse zu besuchen. Meine Uni hat dieses Jahr einen Bus und Sponsoren organisiert, sodass ich und einige meiner Kommilitonen für nur wenig Geld nach Frankfurt und zurück chauffiert wurden. Vorteil: es war günstig und relativ stressfrei. Nachteil: wir hatten leider nur wenig Zeit, da wir gegen halb 12 Uhr erst in den Hallen waren und die Rückfahrt schon auf 17 Uhr angesetzt war.
Was gibt es denn alles zu entdecken? BÜCHER! Sooooo viele. Mein Herzchen hat mehrmals einen Purzelbaum geschlagen (vor Freude). Alle großen und kleinen Verlage waren vor Ort. Von Belletristik und Sachbuch über Kochbuch und Bastelbücher bis zu Kinderliteratur und Comics war alles vertreten. Ich persönlich habe mich vor allem an die Belletristik gehalten, Kochbücher und Bildungsliteratur habe ich aber auch genauer betrachtet. Dann gibt es noch eine riesigen Außenbereich, der gestern aufgrund des Regenwetters ziemlich leer war. Dort kann man Vorträgen lauschen oder sich gemütlich auf ein Sitzkissen werfen und lesen (prall gefüllte Bücherregale standen neben den Sitzmöglichkeiten). Leider blieb mir dafür keine Zeit sodass ich nur ein bisschen gestöbert habe und dann weiter gezogen bin. Desweiteren gab es eine große Auswahl an Vorträgen, Autogrammstunden, Interviews etc.
Wie sah dein Tag aus? Ich habe mich durch die Belletristik gearbeitet, meine Leseliste ist ins unendliche gewachsen. Ich konnte sehr viele Leseproben und Verlagsvorschauen ergattern, sodass die Liste niemals aufhört zu wachsen. In der Kochbuchabteilung habe ich Johann Lafer kochen gesehen. Von der Uni war noch ein Vortrag der C.H.Beck Druckerei und Hoffmann und Campe geplant. Dort wurde vor allem die Herstellungsprozesse von Büchern erklärt, außerdem gab es einige Tipps zum richtigen Umgang mit Büchern und meinen einzigen Kulli, den ich von der Messe mitgenommen habe. Ich habe mir außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema "Analog oder Digital. Die Zukunft des Schulbuches". Dort war besonders auffällig, dass es kein Kulturpessimismus gab. Auf der ganzen Messe nicht. E-books wurden angeboten waren aber für die Besucher nicht von größeren Interesse als das gedruckte Buch.
Und gab es ein Highlight? JA! Ich habe Sven Regener gesehen. Für alle denen der Name nichts sagt: Er ist Buchautor und (viel wichtiger!) Mitglied der Band Element of Crime. Eine meiner Lieblingsbands. Er hat ein Interview gegeben, dem ich leider nur zur Hälfte beiwohnen konnte, weil ich dann den Bus erreichen musste. Deshalb gab es auch kein signiertes Buch.
Der Herr ist Sven Regener.
Fazit: Die Messe war großartig. Es gab so viel zu entdecken, dass ein Tag leider nicht ausreichend ist (ich habe es nicht einmal geschafft mich mit Brasilien - dem Ehrengast der Buchmesse - zu beschäftigen). Aber ich empfehle allen, die nicht in allzu großer Entfernung zu Frankfurt leben, den morgigen, letzten, Messetag zu nutzen und sich inspirieren zu lassen. Von Menschen, Medien und ganz viel Literatur.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Mein erster Abend in der Tonhalle

Ich als eingefleischte Düsseldorferin (zumindest ein kleines bisschen, mittlerweile) hatte schon immer einen Traum: ich wollte in die Tonhalle. In dieses imposante Gebäude, mit der großen Kuppel, in dem es die perfekte Akustik geben soll. Nur leider bin ich nicht der absolute Klassik Fan. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, dass Klassik so gar nicht mein Ding ist. Ich glaube mir fehlt einfach noch ein bisschen das Verständnis oder das passende Gehör, außerdem erinnere ich mich schmerzhaft an Besuche mit der Schule in der Kölner Philharmonie. Die Ausflüge (je Mehrzahl, es waren fünf!) waren immer ganz witzig, ich habe gelernt erst zu klatschen wenn auch wirklich der letzte Ton verklungen ist (manchmal kommt da nämlich noch was nach). Allerdings darf man auch nicht zu viel klatschen, sonst gibt die Frau an der Violine noch eine Zugabe. Das war damals sehr unangenehm für meine Ohren. Und die anderen Besucher um uns herum (die, die keine Schüler waren, sondern Erwachsene, die gern Klassik hören) fanden es leider gar nicht so toll, dass wir uns während der Vorstellung miteinander unterhalten haben. Also habe ich gelernt bei Klassik zu schweigen, um Ärger zu entgehen. Außerdem kann ich seit dieser Zeit meinen Zeige- und Mittelfinger voneinander abspreizen, sodass ein V entsteht. (Weiß irgendjemand was ich meine?) Seit diesen Tagen habe ich einen erfolgreichen Bogen um klassische Musik gemacht. Doch leider hat mich diese Entscheidung lange von einem Besuch in der Tonhalle abgehalten. (Das war ja glücklicherweise eine sehr kurze und knappe Einleitung. Glückwunsch an mich selbst und an jeden Leser, der immer noch dabei ist.)

Wie kam es also zu dem Ereignis am gestrigen Abend? Ganz einfach: ich habe ein Schlupfloch gefunden. Max Raabe. Kennt den irgendjemand? (Keine Sorge ich werde am Ende dieses endlosen Monologs ein Video einbetten.) Er macht Musik für die ein Orchester gebraucht wird (das Palast-Orchester) und singt selbst (ich finde es ist immer eine Bereicherung wenn bei Musik gesungen wird. Akustik ist so gar nicht meins, vielleicht schreckt mich das zusätzlich an klassischer Musik ab). Mein lieber Papa ist höchst begeistert von diesem Interpreten (damit ist auch das Geheimnis gelöst woher ich Herrn Raabe kenne) und so bin ich mit meinen Eltern zusammen in die Tonhalle gefahren. Falls jemand jemals vorhat dort mit dem Auto hin zu fahren: viel Erfolg bei der Parkplatzsuche! Ich weiß schon warum man in Düsseldorf selbst bei den öffentlichen Verkehrsmitteln bleiben sollte. Jetzt also zum gestrigen Abend: Es war puristisch und extravagant. Für alle, die damit reichlich wenig anfangen können: Die Show war sehr einfach und klar gehalten. Es gab keine großen Effekte, aber dennoch wurden Augen und Ohren permanent in Beschlag genommen. Max Raabe hat mit eleganten Witz überzeugt, seine Stimme ist klar und dennoch hat sie etwas einzigartiges. Ich habe einen guten Abend erwartet und meine Erwartungen wurden um Meilen übertroffen. Alles war perfekt gesetzt. Zwischen den Lieder eins, zwei Sätze von Herrn Raabe, die das Publikum zum Lachen brachten. Das Licht dezent aber wirkungsvoll eingesetzt. Alles in endloser Harmonie, die das Publikum mit auf eine Reise nimmt. Und zusätzlich gibt es hin und wieder eine kleine Überraschung.
Die Tonhalle war dafür der geeignete Rahmen. Der Klang konnte sich entfalten und durch die doch relativ überschaubare Größe kamen Stimmen und Instrumente voll zur Geltung. Ich möchte eine klare Weiterempfehlung aussprechen: für Max Raabe und die Tonhalle.
Aber weil Kritiken ohne eine Anregung der Verbesserung langweilig wären möchte ich noch folgendes Hinzufügen: das Gläserspiel war überflüssig.
Und hier zur Einstimmung:

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Ein Loblied auf den Herbst

Die meisten Menschen hassen den Herbst. Die Argumente dafür sind immer dieselben: es wird kälter, regnet häufiger und die Tage werden wieder kürzer. Ich bezeichne mich selbst als Sommerkind (obwohl im Frühling geboren), denn mir ist grundsätzlich zu kalt und der Sommer kann mir gar nicht lang und warm genug sein.
Dennoch finde ich, dass der Herbst ein guter Einstieg für die folgenden Jahreszeiten ist. Auf einmal ist alles bunt. Die Blätter im Wald färben sich, Dahlien (meine Lieblingsblumen) erblühen und die Menschen fangen wieder an farbenfrohe Mützen, gegen die sich langsam einschleichende Kälte, zu tragen. Die Sonne zeigt noch einmal was sie eigentlich kann und der Himmel strahlt blau. Ja wirklich, obwohl die Meisten sich über Regen und Nässe beschweren zeigt sich der September und der Anfang des Oktobers meist recht freundlich.
Und selbst wenn es draußen mal unangenehm wird. Umso schöner ist es die Lieblingskuscheldecken wieder auszukramen meine ist rot und voller Rentiere einen leckeren Tee genießen (denn niemand braucht Tee im Sommer) und eine gute Serie/ einen guten Film/ ein gutes Buch zu sehen/ lesen. Denkt noch jemand bei diesen ganzen Schrägstrichen: Bitte basteln sie sich ihren Satz selbst zusammen!? Oder macht das jetzt gar keinen Sinn? Dazu kommt, dass es endlich wieder Weihnachtsgebäck gibt (ja ich bin schon einmal schwach geworden: Baumkuchen <3). Und es ist die perfekte Zeit wieder mit dem Stricken anzufangen. (Beim Stricken verhält es sich wie mit dem Tee: braucht niemand im Sommer).
Und das allerallerbeste ist: Man denkt jeden Tag es könnte der letzte schöne des Jahres sein. So wird die Zeit viel mehr an der frischen Luft genutzt und jede Minute genossen.
Danke lieber Herbst, dass du mir den Abschied vom Sommer so erleichterst.
Herbstgenuss mit selbstgestrickter Mütze

Montag, 30. September 2013

Auf einem Traumpfad


Am Wochenende sind Freund und ich mit dem Auto, hach ist das schön <3, nach Rheinland-Pfalz gefahren um in Ruhe die Natur zu genießen und zu wandern. Oder einen sehr ausgedehnten Spaziergang zu machen, das ist Auslegungssache. Wir haben uns für den Traumpfad Heidehimmel Volkesfeld entschieden. Mit unterschiedlicher Fauna und nicht allzu vielen Höhenmetern (denn Berge sind bäh).






Die Schafe (die im oberen Bild im Hintergrund sichtbar sind), habe sich super-laut miteinander unterhalten. Das klang wirklich lustig.
Für mich gab es zwei Highlights:
1. Ich habe ein Pferd gestreichelt. Meine Liebe zu allen Vierbeinern, inbesondere Pferde und Hunde, kann ich hier in der Großstadt leider nicht ausleben. Das Pferd war allerdings ein wenig merkwürdig, es hat an einem Auto geleckt und dann mit meiner Hand weitergemacht. Als ich mich weggedreht habe, hat es an meinem T-Shirt weitergemacht.
Und das Beste am Ausflug war: ich bin einen Berg runtergerollt. Ich habe meinen kleinen Vorrat an Mut genommen und mich einfach getraut. Und es war total befreiend. Ich kann euch nur empfehlen das bei Gelegenheit mal auszuprobieren.
Mein Start in die neue Woche war schon sehr erfolgreich. Hausarbeit Nr. 1 ist abgegeben und um die zweite kümmer ich mich jetzt mit Nachdruck. Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche und für morgen auch in den neuen Monat.

Freitag, 27. September 2013

Frische Luft und Heimatgefühle

Ich habe euch doch schon mal von meinem Heimatverständnis berichtet, dass ein bisschen schwierig ist. Gestern war ich mit Freund wieder einmal in meiner "Jugendheimat", dem Ort in dem ich von meinem 11. bis zum meinem 19. Lebenjahr verbrachte.
Hauptsächlich, weil es nicht so weit weg ist, wir das Auto hatten, das Wetter einfach traumhaft war und wir somit endlich einen passenden Augenblick für meinen lang ersehnten Spaziergang gefunden hatten.
Was soll ich sagen? Es war wunderbar. Dort grüßen sich die Spaziergänger untereinander (hier in Düsseldorf hatte ich schon vergessen, dass es sowas gibt). Und ich war so glücklich und ein wenig aufgedreht. Dieser Ausflug hat mich definitiv mit Energie gefüllt. Ich liebe das Dorfleben.

ich bin frei <3

schwebend

wenns komisch riecht, dann sind es diese Blumen
Allen einen guten Start ins Wochenende!

Mittwoch, 25. September 2013

Mein erster Irving

Falls sich jemand fragen sollte, was ich so in letzter Zeit mache: nicht viel. Die eine Hausarbeit ist quasi fertig und muss "nur noch" korrigiert werden, bei der anderen hänge ich derzeit noch an der Literaturrecherche. Totally spannend.
Als ich mir am Wochenende eine kleine Auszeit mit dem liebsten gönnte (Ist das die richtige Form? Klingt irgendwie falsch.) habe ich mir ein Buch mitgenommen, das seit Weihnachten auf meiner to-read-Liste steht. Da habe ich es von meinen Eltern geschenkt bekommen, der Wunsch war "irgendein Irving" und meine Eltern haben sich für In einer Person entschieden. Eine tolle Auswahl, soviel kann ich vorweg nehmen.
Doch zunächst einmal: Wie kam es zu dem Wunsch? Es war an einem langen, einsamen Abend (Freund war auf Reise), an dem ich vor dem Fernseher lag und mich für Arte und den Film Gottes Werk und Teufels Beitrag entschieden habe. Eine Irving-Verfilmung, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Es ist ja allgemein bekannt, dass Filme meistens schlechter als die Mutter-Bücher sind, doch fand ich diesen Film so grandios, dass ich dachte der Autor müsse ein Genie sein. Was sich als wahr herausgestellt hat. (Im übrigen: ich lege wirklich jedem diesen Film ans Herz.)
Dann bekam ich das Buch geschenkt, doch wie es immer so ist, war nie Zeit um in Ruhe zu lesen. Oder das Buch schien mir zu anspruchsvoll und ich habe mich für Frauen-Kitsch-Literatur entschieden. Dann vor zwei Wochen kam ein weiterer Irving-Film auf Arte: Garp - und wie er die Welt sah. Ich habe auch diese Verfilmung gesehen und war ein zweites Mal begeistert. Dieser Autor ist fantastisch, soviel war klar, vor allem nachdem mir eine Freundin ausdrücklich erklärte, dass das Buch viel besser als der Film sei.
Nun traute ich mich tatsächlich an den dicken Wälzer in meinen Regal. Ich habe mir die Zeit genommen, bin in In einer Person eingetaucht und erst eine Tage später wieder hervor gekrochen, absolut begeistert!
Worum gehts? Ein junger Mann auf der Suche nach seiner sexuellen Identität - im Prinzip um eine ganze Gesellschaft auf der Suche nach Akzeptanz für "ungewöhnliche" sexuelle Vorlieben. Der Protagonist beschreibt sein Leben und seine Erlebnisse und greift dabei das Leben vieler anderen Menschen auf.
Ich will nicht zu viel verraten, aber es geht um neue Formen der Liebe, des Lebens, des Verständnisses füreinander und auch des Verständnisses für Freiheit. Der Erzählfluss reist den Leser mit in eine andere Zeit und Probleme, die heutzutage noch nicht überwunden scheinen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, klar und berührend und es wirkt einfach stimmig. Man merkt wie viele Gedanken darin stecken. Eine klare Weiterempfehlung!

Montag, 23. September 2013

Ins gemütliche Bad Bentheim

Man könnte diesen Post wohl auch als Städtetrip den was-weiß-ich-wie-vielsten nennen, aber bei unserem Ausflug nach Bad Bentheim stand nicht die Stadt im Vordergrund. Die ist zwar wahnsinnig süß, aber auch sehr klein. Deshalb haben wir sie uns angesehen, das Schloss bewundert und fröhlich gestaunt, doch danach haben wir uns direkt auf eine kleine Wanderung begeben. Hach war das schön mal wieder in der Natur zu verweilen.
der Schlossgarten - ich liebe Lavendel
das war auch noch in der Stadt -
unter dem Schloss
 Wo ist Bad Bentheim? In Niedersachsen, nicht weit von der Grenze zu NRW entfernt. Wir sind natürlich mit dem Auto gefahren - noch haben wir den Luxus ja - und mussten feststellen wie spaßig es ist in Niedersachsen auf der Autobahn zu fahren. Da ist niemand, keine Geschwindigkeitsbegrenzung und alles gerade. Ein Träumchen und sicherlich nicht vergleichbar mit dem Ruhrpott (durch den wir auch fahren mussten - auf dem Weg zu den Eltern von Freund). Dieses wunderschöne, flache, ruhige Bundesland (in dem es sinnloser Weise noch Studiengebühren gibt) wandert nach oben auf unserer wo-wir-mal-wohnen-wollen-Liste. Hat nicht jeder so eine?

in der Natur
ratet mal wie ich liegen musste um dieses Foto zu machen
Nach der fröhlichen Wanderung, die man auch als ausgedehnten Spaziergang im Wald bezeichnen könnte, die übrigens nur so mäßig gut ausgeschildert war, sind wir wieder zurück ins vertraute NRW gefahren.
Dort haben wir noch einen Zwischenstop bei der Ems eingelegt. Putziger Fluss.
Mittlerweile sind wir wieder gesund und munter zu Hause angekommen und starten voller Energie in die neue Woche.

Mittwoch, 18. September 2013

Wenn die Eltern sich Urlaub gönnen...

... gewinnt die Sindy an Unabhängigkeit. Und zwar nicht weil endlich Sturmfrei ist - ich wohne schon seit einigen Jahren nicht mehr bei meinen Eltern. Nein der große Vorteil ist, dass meine Mami auf ihr Auto verzichten kann. Und das heißt: drei Wochen lang kein Einkauf schleppen, endlich mal wieder zu Ikea und endlose räumliche Flexibilität.
Nichts gegen das NRW-Ticket. Normalerweise bin ich ja ein großer Fan davon. Nur verhält sich das fahren mit Bahn und Bus zum Auto wie Alltag zu Urlaub. Das erste ist prakisch, berechenbar, günstig und notwendig. Das zweite bedeutet Luxus, Abenteuer und Freiheit. Und so genießen Freund und ich die Zeit mit dem Auto ausgiebig.
Vorgestern gings erstmal zu Ikea. Wir brauchten einen neuen Schuhlöffel, ein paar Gläser und waren auf der Suche nach einen kleinen Schrank für unsere Küche, der unseren Ablagetisch ersetzen sollte. Und dann gab es ja noch den Traum von neuen Kissenbezügen für das Wohnzimmer. Den Schrank haben wir natürlich nicht gefunden, von dem Kissenalptraum wollen wir gar nicht erst reden. Nur eine kleine Frage: Warum gibt es keine Kissenbezüge für Sondergrößen? In hübsch? Blödes Ikea. Danach gab es erstmal einen Chickenbucket bei KFC. Yammi.
Gestern haben wir die Suche nach einem passenden Schrank fortgesetzt. Bei Roller in der nähe meiner alten Heimat. Schrank gefunden und danach eine leckere Waffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen gegessen. Auf diese Waffel habe ich seit einem halben Jahr Appetit gehabt. Diese Eisdiele ist für mich übrigens besonders, nicht nur weil sie wirklich leckeres Eis macht, sondern weil meine Eltern mit mir dort waren, als sie den Umzug vom Osten nach Westen planten und mich mit dem fantastischen Eis davon überzeugen konnten, dass die Stadt vielleicht doch ganz schön ist. Ich habe mich wirklich oft mit Eis bestechen lassen. Zeit für einen Spaziergang, auf dem ich Fotos hätte machen können, blieb leider nicht, aber wir haben das Auto ja noch ein bisschen. Eine schöne Woche noch!

Samstag, 7. September 2013

Wenn ich ein Muffin wär...

Ich denke jeder Mensch hat eine bestimmte Essensrichtung, die er bevorzugt. Bei mir ist es alles, was irgendwie süß ist (und bestenfalls weder Alkohol, noch Kaffee oder Kokos enthält). Freund und ich sind sehr große Backwarenfans, bei uns wird häufiger gebacken (bestimmt einmal pro Woche, wenn die Zeit reicht) und wir probieren gerne aus. Das heißt, genau genommen probiert er gerne aus, denn ich habe meinen Traum-Muffin schon gefunden. Seltsamerweise in einem der 5€ Bücher, in denen man sowas nicht erwartet. Der Muffin enthält alles was ich besonders liebe: eine fruchtige Komponente (Heidelbeeren), Schoki (als flüssigen Kern) und viel Saftigkeit (die aus Frucht und Schoki resultiert). Deswegen ist meine Standard-Antwort auf die Frage "Was soll ich backen?" "Heidelbeer-Schoko-Muffins"!
Ich habe das ursprüngliche Rezept ein bisschen abgewandelt und jetzt sieht es so aus:
Für 12 Muffins:
100g weiche Butter
110g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
6-7 EL Milch
250g Mehl
2 gestreifte TL Backpulver
12 Stückchen Schokolade (Vollmilch)
Heidelbeeren (ich nehme TK, ist bei der Herstellung des Teiges besser)

Erst die flüssigen Zutaten vermischen, dann Mehl und Backpulver hinzugeben. In den fertigen Teig die Heidelbeeren mit einem Löffel untermischen. Jeder kann dabei die Menge der Heidelbeeren selbst bestimmen, je nach dem wie saftig man den Kuchen am Ende haben will. Ich nehme immer gerne sehr viele! Den Teig in 12 Muffinförmchen aufteilen und in die Mitte jeweils ein Stück Schokolade eindrücken. Dann für 20 min bei 180°C Ober- und Unterhitze backen.
Vor dem Verzehr die Muffins immer für 30 sek. bei 600 Watt in die Mikrowelle stellen, dann zerläuft die Schokolade und das Ergebnis ist super-lecker.
So sieht das ganze dann aus:
Guten Appetit und viel Spaß beim nachbacken.

Montag, 2. September 2013

"Viva con agua" unterstützen mit Sommergerichten


HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

Ich mach mal bei was mit. "Wir kochen alle nur mit Wasser" sammelt Rezepte - für jedes eingereichte Rezept geht eine 10 € Spende an Viva con Agua. Das erste Mal habe ich von Viva con Agua auf der Sommerjam gehört, mit passender musikalischer Unterstützung von Irie Révoltés. Um euch auch ein wenig in Stimmung zu bringen:

Nun aber zu den Rezepten. Da ich momentan leider in meinem Unikram gefangen bin reicht es nicht für eine neue Idee, daher kommen zwei meiner Archivbeiträge zum Einsatz:
1. der Leichte Kartoffelsalat, einer meiner ersten Beiträge überhaupt, der eigentlich immer geht. Das tolle ist, dass er wunderbar abwandelbar ist und somit immer mit saisonalen frischen Zutaten aufgepeppt werden kann.
2. mein Spargelsalat, den eigentlich der Freund verzapft hat. Ist mal was anderes und garantiert super lecker.
Ich hoffe die Rezepte gefallen.

Samstag, 31. August 2013

Alles hat ein Ende / Paris #5

Nun bin ich schon seit über einer Woche wieder zu Hause und der Alltag hat mich mehr oder weniger erfolgreich wieder eingeholt. Ich möchte nun die letzten beiden Paris Tage mit euch teilen, bevor ich endgültig über beide Ohren in Wilhelms Meisters Lehrjahre verschwinde.
Ich werde die letzten beiden Tage etwas anders als die anderen aufrollen. Das liegt zum einen daran, dass viele der Sehenswürdigkeiten schon in den ersten drei Tagen abgelaufen wurden und wir die Zeit mehr genutzt haben um durch die Viertel zu schlendern und nochmal alles zu essen was es gibt.
Zunächst: was haben wir gesehen: wir waren in allen möglichen Kirchen, die sich uns dargeboten haben.

seltener Anblick: sinny in der Kirche
 Dann waren wir noch in der Nationalbibliothek, ein prächtiges Gebäude in dem fotografieren in den schönen Lesesaal leider verboten war. Schade. Im oberen Stockwerk gab es ein kleines Museum. Sehenswert!
 Der Brunnen der Unschuldigen, hach wie lang hat es gedauert, bis wir ihn endlich gefunden hatten. Aber er ist ein Meisterwerk, die Suche hat sich gelohnt.
Die schönsten und entspannendsten Orte der Stadt, der Parc du Luxemburg und ein Platz an der Saine mit Blick auf die beiden Saine Inseln.

nein, wir haben keinen Amerika-Abstecher gemacht

das große Schloss im Park

Und jetzt zum kulinarischen: in jeden Reiseführer und im Internet seht ausführlich beschrieben wie und wann und in welcher Reihenfolge die Franzosen essen. Ehrlich gesagt hat mir das Angst gemacht. Genauso wie die Behauptung, dass in Frankreich kein Englisch gesprochen wird, weil die auf ihre eigene Sprache so unendlich stolz sind. Erstens: es gibt an jeder Ecke etwas zu essen. Die Preise sind zwar leicht gehoben, aber in den meisten Restaurants geht es. Vorbestellen muss man vielleicht die Plätze für die Top-Restaurants, bei den meisten kann man einfach reingehen und sich einen Tisch zuweisen lassen. Es gibt tatsächlich die Auswahl sogenannter Gänge (2 oder 3), also mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert oder nur Hauptgericht mit Vor- oder Nachspeise, ihr könnt aber auch einfach eine Mahlzeit wie hier auch bestellen. An jeder zweiten Ecke gibt es Mc'es oder Quick-Burger, sowie Crepes, Sandwiches, sogenannte Hot-Dogs (Würstchen im Baguette) und vieles mehr. Keiner verhungert, auch nicht mit kleinem Geldbeutel. Und jetzt zu zweitens: wir sind super ohne französisch Kenntnisse durchgekommen, mit Englisch und meinem Spanisch, was ich immer als Französisch verkaufen wollte. Macht euch also keine Sorgen. Und im Zweifelsfall gibt es immer noch Gestik, die verstehen alle.
Kulinarische Highlights der letzten Tage:
Tarte au Citron, ich habe viel zu viele von diesen Teilen gegessen,
super yammi!
eine Quiche mit Pilzen, das musste sein, gibt es dort überall beim Bäcker
Falafel
 In Paris wird, vor allem in den Restaurants sehr viel mit Fleisch serviert. Gute Alternative sind die vielen Falafel-Stände. Sehr, sehr lecker.
der beste, geilste Fruchtshake ever! Apfel-Himbeere
Wir sind in der Zeit nicht vom Fleisch gefallen, gut das wir uns soviel bewegt haben. Nun, abschließend und super-exclusiv folgen Fotos von unserem Zimmer:
Bad mit Wanne, ich bin ausgerastet vor Freude! (3x war ich baden)
klein aber sehr fein und zu unserer Freude ein Doppelbett,
ja wir hatten da auch schon andere Erfahrungen gemacht.
der Blick nach draußen offenbart unseren Frühstücksplatz
So, das war es jetzt. Mit einem kleinen weinenden Auge verabschiede ich mich. Paris ist wirklich eine wunderschöne Stadt, es scheint als würde sie nur existieren um ihre Schönheit zu demonstrieren. Ich kann jedem zu einem Urlaub in dieser Stadt raten, allerdings empfehle ich nicht nur das Abklappern der Sehenswürdigkeiten. Den individuellen Charme kann man nur durch Spaziergänge erkennen.
ein letzes Bild auf Pariser Boden